Wer die Unternehmenskultur von Google kopiert, wird scheitern

  • Nadia
  • Februar 12, 2018
  • 4 min

Die Unternehmenskultur bestimmt, ob Mitarbeiter gerne zur Arbeit gehen und sich mit ihrer Firma verbunden fühlen. Doch ist sie kopierbar?

Ein legendäres Beispiel für gelebte Unternehmenskultur ist wohl Google. Die Bilder von Kickertischen, bunten Büros, Lounge-Zonen und Ruheräumen gingen um die Welt und Google zählt zu den begehrtesten Arbeitgebern weltweit. Woran liegt der Erfolg von Google bei seinen eigenen Mitarbeitern? Und ist es nicht möglich, die nachweislich erfolgreiche Unternehmenskultur einfach zu übernehmen, um die eigenen Mitarbeiter auf dieselbe Art und Weise zu motivieren?

So funktioniert die Unternehmenskultur bei Google

Der Global-Player aus Mountain View in Kalifornien hat binnen weniger Jahre eine beispiellose Erfolgsstory hingelegt. Innovative Projekte und spektakuläre Zukäufe ließen das Unternehmen rasant wachsen. Heute zählt Google zu den einflussreichsten Unternehmen der Welt. Ohne die Mitarbeiter wäre das nicht möglich gewesen – und die Unternehmenskultur hängt in hohem Maße mit diesem Erfolg zusammen. Dabei spielt die Ausstattung der Räume eine Rolle – doch noch viel wichtiger ist die Führungsstrategie. Ziele werden von oben definiert und auf die verschiedenen Niederlassungen und Abteilungen heruntergebrochen. Dort entscheidet jeder Mitarbeiter selbst mit, welche Ziele er wie erreichen möchte. Das Besondere daran: Ziele, die sich ohnehin erreichen lassen, sind nicht gewünscht – das würde die Motivation nach ihrer Erreichung ja nicht hoch halten. Vielmehr sollten unerreichbare Ziele gesteckt werden, nach denen motiviert gestrebt wird.
Diese Motivation wird durch zahlreiche Goodies und Benefits gefördert: Bei Google gibt es Pubs und Bowlingbahnen, kostenlose Mahlzeiten, Massagen und Betriebskindergärten, Team-Events, flexible Arbeitszeiten und flache Hierarchien. Der Weltkonzern arbeitet nach wie vor mit einer Start-up-Kultur, die erhalten bleiben soll – und dabei authentisch und ehrlich ist.

Copy & Paste: Kann kopierte Kultur funktionieren?

Unternehmenskultur muss vorgelebt werden, doch sie lässt sich nicht verordnen. So sind es oft die kleinen Dinge, die sie ausmachen: der Umgang untereinander, Wertschätzung und ein offenes Umfeld mit flachen Hierarchien. Oftmals ist die Kultur mit den Jahren gewachsen, hat sich mit Wechseln in der Führungsriege womöglich verändert und an neue wirtschaftliche Bedingungen angepasst. Sie ist jedoch immer Teil einer unverwechselbaren Unternehmens-DNA – und damit nicht kopierbar. So funktioniert es nicht, die Strategie von Google für sein Unternehmen zu übernehmen, Kicker, Bowlingbahn und kostenloses Kantinenessen anzubieten oder den Mitarbeitern die Zielsetzung und -erreichung selbst zu überlassen. Manches passt womöglich in das Unternehmen, anderes ist schon aufgrund der Betriebsgröße, der Branche oder der Job-Positionen nicht möglich.

Kopieren: nein. Abschauen: ja – was du von Googles Kultur lernen kannst

Es ist aber durchaus möglich, sich von Google einiges abzuschauen – sofern es auf das eigene Unternehmen passt. Eine Ausstattung, in der die Mitarbeiter sich wohlfühlen, Rückzugsorte und Räume für Kommunikation finden, Pausenzeiten verbringen und sich entspannen können – all das trägt etwa maßgeblich zur Motivation bei. Die Freiheit, Ideen zu entwickeln und sich selbst hohe Ziele zu setzen, kann unentdeckte Potenziale freisetzen und so zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Unternehmenskultur: Das wünschen sich die Mitarbeiter

Flache Hierarchien und Selbstbestimmung stehen bei Mitarbeitern an den vordersten Stellen auf der Wunschliste: Laut Hays-Report 2016 sind ein offener Umgang mit kritischen Themen, Feedback und eine wertschätzende Kommunikation die wichtigsten Faktoren für eine gute Unternehmenskultur. Auch mehr Freiheit und mehr Mut zu innovativen und kreativen Ideen wünscht sich ein Großteil der Befragten in der Hays-Studie „Der Ruf nach Freiheit – innovationsförderliche Arbeitswelten aus Sicht der Arbeitenden“. Welche Wünsche deine Mitarbeiter haben, erfährst du mit kununu engage.

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