Unternehmenskultur: Die DNA jeder Firma

  • Mirko
  • Juli 13, 2018
  • 38 min

Zufriedene Mitarbeiter, die engagiert die Strategien der Firma umsetzen, eigene Ideen einbringen, Innovationen vorantreiben und sich in einem harmonischen Betriebsklima wohlfühlen – so soll es auch in deiner Firma aussehen? Das Szenario ist kein Traum, sondern lässt sich mithilfe einer erfolgreichen Unternehmenskultur realisieren.

Zuletzt aktualisiert: 19.07.2018

Die DNA einer Firma zeigt sich in ihrer Unternehmenskultur – und es gibt so viele unterschiedliche Kulturen wie es Unternehmen gibt. Wie geht deine Firma mit seinen Mitarbeitern um, welche Werte vertritt sie, wie wirkt sie nach außen, auf Kunden, Partner und Lieferanten? Unternehmenskultur zeigt sich nicht nur nach innen, sie wirkt auch nach außen und beeinflusst entscheidend das Renommee am Markt – und damit letztendlich auch den wirtschaftlichen Erfolg. In unserem Dossier erfährst du alles, was du über das Thema Unternehmenskultur wissen solltest. Und hier, wie du es nicht machen solltest.

Unternehmenskultur – was ist das eigentlich?

Die Kultur eines Unternehmens spiegelt grundlegende Normen und Werte wider, die sich in Faktoren wie der internen und externen Kommunikation, dem sozialen Engagement, der Mitarbeitermotivation und nicht zuletzt den wirtschaftlichen Zielen zeigen. Eine gemeinsame Sprache, bestimmte Rituale, etwa um Erfolge zu feiern oder neue Mitarbeiter willkommen zu heißen, Dresscode und Kleidungsstil, aber auch ein bestimmter Verhaltenscodex – aus all diesen Facetten entsteht eine einzigartige Unternehmenskultur, die das Wesen der Firma ausmacht. So gibt sie den Mitarbeitern einen Rahmen, eine gemeinsame Zielrichtung und Identität und damit letztendlich Halt und Sicherheit – eben Faktoren, die für die Zufriedenheit im Unternehmen maßgeblich sind.

unternehmenskultur firmenkultur kununu engage blog casual office

Anzug oder lieber „casual“? Der Dresscode und die Art, wie gearbeitet wird, sind per se ein prägendes Element der Unternehmenskultur.

Der Wille zur Veränderung

Das bedeutet allerdings auch, dass diese Kultur gepflegt werden will. Sie darf nicht stehen bleiben, sondern sollte sich entwickeln, um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen und zu halten. So spielt sie eine herausragende Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg – und eben in dieser Veränderung liegen auch die Herausforderungen. Wird an lange verankerten Regeln und Werten gerüttelt, entsteht nämlich zunächst das Gegenteil von dem, was Unternehmenskultur ausmachen soll: Aus Sicherheit wird Unsicherheit.
Um dies zu verhindern, gilt es, in die Unternehmenskultur zu investieren. Wie etablierte Unternehmen den stetigen Wandel in ihre Kultur integrieren und dabei dennoch ein Klima der Sicherheit und Wertschätzung bieten – und warum dies auch für dein Unternehmen wichtig ist, erfährst Du in unserem Artikel über Investitionen in die Unternehmenskultur. Wer bei der Unternehmenskultur punktet, sichert sich wirtschaftliche Vorteile.

Kulturwandel: So veränderst du deine Unternehmenskultur

Die Geschäfte laufen nicht gerade zum Besten und lachende Gesichter hast du in deiner Firma auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen? Würde keiner deiner Mitarbeiter seine Firma weiterempfehlen? Dann ist es um deine Unternehmenskultur nicht sonderlich gut bestellt. Zeit für einen Kulturwandel. Doch wie verändert man eine Unternehmenskultur?

Veränderung verlangt Miteinander

Bevor alles neu wird, solltest du wissen, was überhaupt verändert werden soll. Mit Tools wie kununu engage findest du heraus, was sich deine Mitarbeiter wünschen und womit sie unzufrieden sind. Hier kannst du ansetzen. Vor der Umsetzung stehen diese Fragen:

  • Was soll verändert werden?
  • Wie machen wir das?
  • Wer macht was?
  • Was ist das Ziel?

Die Unternehmenskultur zu verändern, ist ein zeitaufwendiger Prozess, der clever geplant sein will. Der „Wind of Change“ muss von oben geplant und unterstützt werden. Eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielen allerdings die Mitarbeiter: Sie unterstützen den von oben angestoßenen Prozess mit ihren Handlungen und Ideen. Diese werden wiederum von der Chefetage umgesetzt – oder man sollte zumindest offen kommunizieren, warum sie (noch) nicht beschlossen werden. Rückmeldungen zur Umsetzung der neuen Strategien und Prozesse sind dann immens wichtig: Klappt der Wandel und wo gibt es Hemmschwellen? Womöglich sind Anpassungen notwendig.

Mögliche Stolpersteine

Einzelmaßnahmen helfen dabei wenig. Die Kultur einer Firma wird nicht von Kickertischen im Pausenraum oder Team-Ausflügen in den Freizeitpark bestimmt – sondern von grundlegenden Werten und anerkannten Verhaltensweisen. Sie zu ändern, birgt einige Hürden. Die größten liegen in den Mitarbeitern selber. Die sind nämlich in aller Regel Gewohnheitstiere. Veränderungen machen Angst – um den angestammten Büroplatz, um lieb gewonnene Gewohnheiten. Und das auch dann, wenn die Veränderungen der Weg zur Besserung sind. Doch es gibt einen Trick, mit dem es gelingt: Stell’ den Nutzen einer Veränderung in den Fokus. Möchtest du deinen Mitarbeitern mehr mitbestimmen lassen und ihre Ideen in die Unternehmensstrategie aufnehmen, kannst du etwa eine Verlosung starten: Die besten zehn Ideen gewinnen einen lukrativen Preis. Soll eine bestimmte Leistung gesteigert werden, locken Bonuszahlungen oder sogar Beförderungen.
Die Kultur einer Firma wird nicht von Kickertischen im Pausenraum oder Team-Ausflügen in den Freizeitpark bestimmt – sondern von grundlegenden Werten und anerkannten Verhaltensweisen.

Querschläger raus?

Es gibt in jedem Unternehmen Mitarbeiter, die den Kulturwandel trotz aller Strategien nicht mitmachen. Die neuen Normen und Werte müssen jedoch für alle gelten. Sie können angepasst werden und sollten das sogar, wenn die ersten Feedbacks negativ ausfallen. Jedoch solltest du konstruktive Kritik von Querschlägern deutlich unterscheiden. Im schlimmsten Fall muss gehen, wer nicht passt – trotz aufwendiger Neueinstellungen. Du hast dann die Chance, gleich beim Recruiting Mitarbeiter ins Boot zu holen, die zur neuen Unternehmenskultur passen.

Die Kultur muss zum Unternehmen passen!

Flexible, kreative Start-ups oder traditioneller Mittelständler – zwei Unternehmenstypen, die verschiedener nicht sein könnten. Beim ersten kannst du in den meisten Fällen eine agile Arbeitsatmosphäre erwarten, in dem Ideen und neue Lösungen gefeiert werden. Der Mittelstand geht lieber behutsamer vor und hat sich Beständigkeit und langfristigem Wachstum verschrieben. So ziehen beide Unternehmensformen Mitarbeiter an, die sich mit der jeweiligen Kultur identifizieren.

unternehmenskultur firmenkultur kununu engage blog

Die Einrichtung des Büros – also das Office Design – hat ebenfalls Einfluss auf die Unternehmenskultur.

Und so muss es auch sein – alles andere hat spätestens mittelfristig zur Folge, dass sich deine Mitarbeiter nicht wohlfühlen, ihre Fähigkeiten nicht gewinnbringend einsetzen und sich mit ihrem gesammelten Know-how ein Unternehmen suchen, das besser passt. So erwartet der ältere Mitarbeiter vom Mittelständler weder die Halfpipe auf dem Hof noch ein Equipment, mit der er von überall aus arbeiten kann – sondern viel wahrscheinlicher Sport- und Gesundheitsangebote sowie einen sicheren Arbeitsplatz. Der kreative Kopf im Start-up dagegen wünscht sich keinen Nine-to-Five-Job, sondern flexible Arbeitszeiten und einen Platz im Home Office.

Die individuelle DNA

Mehr noch: Wer sich eine Unternehmenskultur von anderen abschaut, kann nur verlieren. Jede Firma hat ihre eigene DNA, die mit den Jahren gewachsen ist und von Chefs und Mitarbeitern gleichermaßen geprägt wird. Manche unausgesprochenen Kultur-Facts sind aus den Zielen, den individuellen Tätigkeiten oder der Geschichte hervorgegangen. Ein Unternehmen, das mit kleiner Belegschaft jahrelang um sein Überleben kämpfte und nach einer erfolgreichen Lösung zum Global Player aufstieg, wird ein völlig anderes Miteinander leben als der Konzern.

Unternehmenskultur und Strategie

Der Kern jedes Unternehmens ist seine Strategie: Wohin soll es gehen und wie kommen wir dorthin? Die Kultur muss zu diesen Zielen passen. Soll deine Firma Vorreiter ihrer Branche in Sachen Innovationskultur werden? Nur eine Kultur, in der alle Ideen gehört werden, kann das möglich machen. Oder wirbst du mit einer familienfreundlichen Firma? Die freie Gestaltung von Arbeitszeit und -ort gehört in diesem Fall unbedingt auf die Must-Do-Liste.

Mehr Kultur bitte! Wie eine erfolgreiche Unternehmenskultur deine Taschen füllt

Es gibt so einige berühmte Beispiele, die zeigen, wie eine erfolgreiche Unternehmenskultur funktioniert: So punktet Google bei seinen Mitarbeitern nicht nur mit bunten Büros, einem firmeneigenen Pub und kostenlosem Lunch, sondern vor allem mit einem gelebten Wertesystem, das Raum für Ideen und damit für Innovationen lässt. Mit dieser zentralen Strategie sind Experimente möglich – die im Falle von Google bekanntlich bestens funktionieren.

Die Unternehmenswerte bestimmten die Strategien

Die Unternehmenskultur umfasst die Werte und Einstellungen im Unternehmen und diese prägen wiederum alle Strategien, Visionen und Handlungen: Der Umgang untereinander, ob strenge oder flache Hierarchie herrschen, Kommunikation auf Augenhöhe und konstruktives Feedback möglich sind, ein Umfeld geboten wird, in dem Ideen eine Chance bekommen, Vertrauen und Eigeninitiative im täglichen Umgang gelebt werden – all das prägt die Unternehmenskultur und hat Einfluss darauf, ob deine Mitarbeiter hinter ihrer Firma stehen oder ihr lieber den Rücken kehren möchten. So können schon vergleichsweise einfache Mittel wie Feedbacktools eine große Wirkung haben – denn sie zeigen, dass die Meinung der Belegschaft zählt.

Innen- und Außenwirkung der Unternehmenskultur

Wer von seinem Arbeitsplatz rundum begeistert ist, strahlt das auch gegenüber Kunden, Partnern und Lieferanten aus und macht einfach einen besseren Job. Auch intern hat eine motivierende Unternehmenskultur einiges zu bieten: Werden Ideen nicht von oben abgeschmettert, sondern gefördert, haben deine Leute viel eher den Mut, sie anzusprechen. Und aus einer scheinbar verrückten Idee ist nicht nur einmal ein Weltunternehmen entstanden. Womit wir wieder bei Google wären, die zum Beispiel mit dem Dienst Google Books einst nur Kopfschütteln hervorriefen.

unternehmenskultur firmenkultur kununu engage blog

Die DNA eines Unternehmens zeigt sich in ihrer Firmenkultur – und es gibt so viele unterschiedliche Kulturen wie es Unternehmen gibt.

Unterschätze zudem niemals die Außenwirkung deiner Unternehmenskultur: Grantige Bosse sprechen sich herum – ebenso wie ein Klima, in dem die Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen. Diese werden dann einen Teufel tun und sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Und du sparst Zeit, Geld und Ressourcen für die Suche nach einem Ersatz für deine besten Köpfe. Mehr noch: Wertvolles Wissen und jahrelange Erfahrung bleiben in der Firma, die sich so über einen satten Wettbewerbsvorteil freuen kann.
Der Fehlzeiten-Report 2016 der AOK fand zudem heraus, dass die Unternehmenskultur die Gesundheit der Mitarbeiter beeinflusst – und ein angenehmes Klima damit unnötige Kosten für Krankheitstage verhindern kann.

Unternehmenskultur = wirtschaftlicher Erfolg

Es lohnt sich, in die Unternehmenskultur zu investieren und damit in mehr Motivation, mehr Innovation, mehr Leistung und ein positives Image: Eine erfolgreiche Unternehmenskultur ist bares Geld Wert – und sie macht auch noch Spaß, denn in einem Klima der Offenheit und Wertschätzung arbeitet wohl jeder lieber als in Schloss Grantelstein.

Wer kann wie Einfluss auf die Unternehmenskultur ausüben?

Die Kultur ist hausgemacht: Sie wird von allen gelebt, die im Unternehmen arbeiten, vom Vorstand bis zum Empfangsmitarbeiter: Wie geht man miteinander um, wie werden Konflikte gelöst, wie wird Kritik kommuniziert? Das bedeutet auch, dass Unternehmenskultur kein starres Konstrukt ist, das von oben verordnet und von unten gelebt wird.

Vorbild Führung

Vielmehr ist die Führungsriege ein Multiplikator, der die Unternehmenskultur vorlebt: Wie sie kritisieren oder loben, ob sie Absprachen einhalten oder Versprechungen täglich auf Morgen verschieben, ob Strategien und Ziele offen kommuniziert oder im stillen Kämmerlein einem ausgewählten Top-Team mitgeteilt werden – all das wird gesehen und prägt die Handlungen aller Mitarbeiter im Unternehmen.

Unternehmenskultur lernen

Interessant wird es, wenn neue Chefs ins Unternehmen kommen. Sie sind womöglich von ihrer alten Firma ganz anderes gewohnt. Die Unternehmenskultur muss erst einmal erspürt werden, denn vieles offenbart sich nicht auf den ersten Blick und ist womöglich von Außenstehenden nicht sofort verständlich. Wer nicht gleich anecken möchte, macht sich zunächst mit der bestehenden Kultur vertraut – denn du kannst sicher sein: Sie hat ihren Sinn. Neue Player können die Kultur allerdings auch zum Guten beeinflussen, etwa indem der Ansatz, dass Fehler auch Fortschritte bedeuten können, anstelle einer Vertuschungsstrategie tritt.

Veränderung braucht Kultur

Wer im Unternehmen etwas verändern will, muss an der Kultur drehen und alle Mitarbeiter ins Boot holen. Hast du dir vorgenommen, dass zukünftig Fehler offen kommuniziert und im Team besprochen werden, darfst du einerseits Querschläger, die den Mantel des Schweigens über fatale Fehler decken möchten, nicht tolerieren und musst andererseits deine neue Strategie auch selbst leben.

Keine Unternehmenskultur – kein Big Business

Wie soll dein Unternehmen groß werden, wenn es im Inneren nicht stimmt? Du ahnst die Antwort womöglich schon. Genau: gar nicht. Die Unternehmenskultur entscheidet, ob Wachstum und Innovation dein Unternehmen groß machen oder ob du auch morgen noch um die besten Köpfe kämpfen wirst.

Starke Marken brauchen eine starke Unternehmenskultur

Schaut man sich so manches Unternehmen an, das in seiner Branche Erfolge feiert, fällt auf: Die tun was. Für ihre Mitarbeiter, für soziale Projekte, für neue Entwicklungen am Markt. Da werden bei Fahrzeugbaukonzern MAN in Zukunftswerkstätten abteilungsübergreifend neue Arbeitsformen getestet. Beim Onlinehändler About You kann jeder für einen bestimmten Zeitraum eine Führungsrolle übernehmen. Beide Unternehmen wurden beim New Work Award 2018 für ihre zukunftsweisenden Strategien in Sachen Unternehmenskultur ausgezeichnet – und es handelt sich in beiden Fällen um große Namen ihrer Branche. Dass die Unternehmenskultur ihren großen Teil dazu beigetragen hat, zeigen Auszeichnungen wie der New Work Award.

Vertrauen für Innovationen

Die Projekte sind von Respekt, Vertrauen, Wertschätzung geprägt und bieten ein hohes Innovationspotenzial. Mitarbeitern, die bislang keine Führungsposition innehatten, eine Zeitlang die Chefrolle zu übergeben, dient nicht nur der Stimmung im Team. Es hilft, neue Sichtweisen einzunehmen und über den Tellerrand zu schauen. Der bislang unerfahrene Chef hat womöglich ganz neue Ideen. Abteilungsübergreifende Workshops bieten ganz neue Sichtweisen auf die eigene Arbeit. So kann das Unternehmen nur gewinnen: Die Motivation steigt, neue Ideen werden mit Herzblut umgesetzt und können das Potenzial haben, das Unternehmen nach vorne zu bringen.

In guten wie in schlechten Zeiten

Der wahre Wert der Unternehmenskultur zeigt sich allerdings erst dann, wenn die Erfolge stagnieren. Wie stehen deine Mitarbeiter zu ihrer Firma, wenn die Verkäufe einbrechen oder Kurzarbeit droht? Wie gehen Chefs mit erhöhtem Druck um? Einer starken Unternehmenskultur können stürmische Zeiten wenig anhaben. Dafür muss sie allerdings von innen kommen und erprobt sein. Ein offener, konstruktiver Umgang muss selbstverständlich und darf nicht von oben verordnet werden, Konflikte und Krisen sollten frühzeitig angesprochen, Kritik und Anregungen gehört werden. Mitarbeiter, die auch in schlechten Zeiten zu ihrer Firma stehen, sind Gold wert und können das Unternehmen wieder nach oben bringen – zum Beispiel, in dem die Verkäufe mit frischen Ideen, die gehört werden, wieder steigern und den Weg zum Big Business wieder einzuschlagen.

Was erfolgreiche Unternehmen für ihre Mitarbeiter tun und was diese erwarten

Erfolg steht und fällt mit den Mitarbeitern. Wenn du in deiner Branche an die Spitze möchtest, sind Motivation, Engagement und neue Ideen unverzichtbar. Und das leisten Mitarbeiter nur in vollem Maße, wenn sie sich bei dir wohlfühlen – und ihre Firma das bietet, was sie erwarten. Grundlage dafür ist ein Unternehmenskultur, in dem sie sich entfalten können, die Raum für Innovationen und Offenheit bietet.

Unternehmenskultur wird immer wichtiger

Dass die Unternehmenskultur mit dem Erfolg am Markt direkt zusammenhängt, zeigen zahlreiche Studien. Darunter eine Befragung der Unternehmensberatung Siers & Kollegen und der Universität Jena: Rund 80 Prozent der Probanden meinen, dass die Unternehmenskultur wichtig ist und in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Dabei spielt die Vernetzung von Kultur und den Strukturen im Unternehmen eine große Rolle – und die Stellschrauben daran dreht die Führungskraft.

Was die besten Köpfe wirklich wollen

Mit welchen Leistungen überzeugen Unternehmen vielversprechende Bewerber und High Potentials im Unternehmen nun von sich? Einen Blick auf die Wünsche der Mitarbeiter erlaubt die StepStone-Trendstudie 2016 „Jobs nach Maß“: Fach- und Führungskräften ist demnach vor allem die Work-Life-Balance zentral: Gesundheit, Partnerschaft und Familie ist ihnen mindestens ebenso wichtig wie der Job und dieser sollte ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit ermöglichen – etwa mit flexiblen Arbeitszeiten oder dezentralen Arbeitsplätzen. Eine angenehme Arbeitsatmosphäre und kollegiale Zusammenarbeit stehen ebenfalls auf den vorderen Plätzen und steigern die Attraktivität des Arbeitgebers erheblich. Ebenso wie Sport- und Gesundheitsangebote.

Mehr Mitbestimmung!

Mehr Mitbestimmung spielt für Fach- und Führungskräfte vor allem nach einem Karrieresprung eine Rolle, ist allerdings für die gesamte Belegschaft ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Unternehmenskultur: Tools wie kununu engage bieten nicht nur den Mitarbeitern die Möglichkeit, Ideen einzubringen und ihre Meinung zu sagen, sie sind auch ein Stimmungsbarometer für dich – und du kannst direkt gegensteuern, wenn sich, etwa nach einem Changing-Prozess, die Atmosphäre zum schlechten verändern sollte.

Das tun erfolgreiche Unternehmen

Flexible Arbeitszeiten, ein betriebliches Gesundheitsmanagement, eine vertrauensvolle und offene Atmosphäre – drei Punkte, die viele erfolgreiche Unternehmen ihren Mitarbeitern bieten. Eine weitere Studie nennt Beispiele: Kienbaum und das Staufenbiel-Institut stellt in „Job Trends 2017“ einige Benefits vor, die Unternehmen ihrer Belegschaft bieten. Flexible Arbeitszeiten stehen auf Platz 1, dicht gefolgt von betrieblicher Altersvorsorge – übrigens ein Punkt, den Mitarbeiter gar nicht so wichtig finden.
Ein Home-Office-Angebot, Bonus-Programme, Gesundheitsvorsorge und Sportprogramme sowie ein Firmenwagen sind weitere Goodies, die in zahlreichen Unternehmen bereits an der Tagesordnung sind – und die von den Mitarbeitern honoriert werden. Die 297 befragten Unternehmen erhielten vor dem Befragungszeitraum im Jahr 2016 rund 736.500 Bewerbungen und führten mehr als 177.000 Vorstellungsgespräche – sind also durchaus erfolgreiche Player ihrer Branchen.

unternehmenskultur company culture kununu engage blog

Die Unternehmenskultur wird entscheidend von den Mitarbeitern geprägt.

Die Bedeutung von Werten in der Unternehmenskultur

Die hard Facts sind nicht alles: Branche, Unternehmensgröße und Umsatzzahlen sagen nichts darüber aus, was dein Unternehmen im Innersten zusammenhält. Das erledigen die soft Facts – und die bilden deine Unternehmenskultur. Wie in deiner Firma kommuniziert wird, wie es um die Feedbackkultur steht, welche Wertschätzung den Mitarbeitern entgegengebracht wird – all das zeigt, wie eine Firma tickt. Zentral sind dabei die Fragen, von welchen Werten und Normen sich Mitarbeiter und Führungsriege bei all dem leiten lassen und welche Grundeinstellungen im Unternehmen herrschen: Teamwork oder Ellenbogen, flache oder steile Hierarchien, maximaler Umsatz oder langfristiges Wachstum?

Zeig mir deine Werte

Edgar Schein, in den 70er-Jahren Pionier in Sachen Unternehmenskultur, stellte drei Ebenen fest, die die Kultur einer Firma ausmachen:

  • Grundprämissen
  • bekundete Werte und Normen
  • Artefakte

Als Grundprämissen werden soziale Normen bezeichnet, die nicht mehr hinterfragt und von den Mitarbeitern als normal angesehen werden. Das allgemeine Menschenbild ist hier gemeint oder auch die Frage, welche Rolle der Job im Leben überhaupt spielt.
Bekundete Werte und Normen sind im Prinzip von allen in der Firma akzeptierte Verhaltensstandards im Umgang miteinander. Dazu gehören etwa die Teamarbeit, das Konkurrenzverhalten und der Gestaltungsspielraum der einzelnen Mitarbeiter.
Als Artefakte bezeichnet Schein ein Symbolsystem, das aus den Werten und Normen hervorgegangen ist: Das können bestimmte Verhaltensweise sein, aber auch Strukturen und Prozesse, die sich durchgesetzt haben: Einrichtung, Kleidungsstil, Umgangston – all das gehört zu den Artefakten.

Gewinne oder Verluste? Die Werte entscheiden

Nach Schein entwickelt sich so eine eindeutige Unternehmenskultur, die für alle bindend ist und auch an neue Mitarbeiter weiter gegeben wird. Passen müssen dabei vor allem die Werte, denn sie sind die Basis, die sich im Verhalten widerspiegelt. Und eben darin, ob jeder für sich kämpft – und irgendwann frustriert aufgibt oder ohne Rücksicht auf Verluste nach vorne prescht – oder gemeinsam im Team Lösungen erarbeitet werden. So sind Werte und Normen erfolgsentscheidend, denn sie müssen zur Strategie passen. Hast du dir vorgenommen, zum King of Kundenfreundlichkeit gewählt zu werden? Dann sind Ellenbogen fehl am Platz und sollten durch eine Servicekultur ersetzt werden. Möchtest du in der Branche als familienfreundlicher Betrieb glänzen? Einer Kultur, die Teilzeit, Home Office und Abwesenheit durch Elternzeiten mit einem Karriereabbruch belohnt, wird das mit Sicherheit nicht gelingen.

Wie lässt sich der Erfolg einer Unternehmenskultur messen?

Ein angenehmes, offenes Arbeitsumfeld, Feedback und konstruktive Kritik, Raum für Ideen, Vertrauen und Wertschätzung: Faktoren wie diese prägen die Unternehmenskultur. Doch wie nützlich sind sie eigentlich für das wirtschaftliche Weiterkommen – und was kannst du dafür tun, dass sie erfolgreich wird und bleibt?

Wer bin ich – und was kann ich dafür tun?

„Einfach irgendwie“ ist nie eine gute Idee, wenn du wissen möchtest, wie es um deine Unternehmenskultur bestellt ist und wie sie sich auf die Leistung deiner Mitarbeiter auswirkt. Die Frage „wer sind wir eigentlich?“ solltest du schon eindeutig beantworten können. Bei der Unternehmenskultur geht es schließlich nicht allein um die Stimmung im Unternehmen und ob die Mitarbeiter Goodies wie Gesundheitsangebote schätzen. Sie umfasst vor allem die Normen und Werte, von der alle Strategien geleitet werden, und die Grundeinstellung der Zusammenarbeit: Teamwork oder Ellenbogen? Sozial oder auf Profit bedacht?

Methoden zur Messung

Nun ist es aber nicht ganz so einfach, diese Faktoren im Unternehmen zu messen. Und es ist zeitaufwändig. Allerdings lohnt es sich auch. Denn die Analyse deckt Schwachstellen auf und kann so dazu beitragen, den Erfolg zu steigern. Unternehmerische Ziele lassen sich nur erreichen, wenn du an der Stellschraube Unternehmenskultur bei Bedarf drehen kannst. Herrscht vordergründig Beststimmung, aber arbeiten in Wirklichkeit Abteilungen gegeneinander? Oder leistet ein Großteil der Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vorschrift?
Um das herauszufinden, haben sich Methoden wie der Employee Net Promoter Score oder Repertory Grids bewährt. „Würdest du dein Unternehmen weiterempfehlen?“ Diese einfache Frage steckt hinter dem Employee Net Promoter Score, der Stimmungen und Stimmungswechsel zuverlässig messen kann. Repertory Grids erheben mithilfe von speziellen Fragetechniken vor allem unbewusstes Wissen und Bedürfnisse. Auch Tools wie kununu engage bringen Hintergründe ans Licht: Wie es um die Stimmung im Unternehmen bestellt ist und was eine Veränderung hervorgerufen hat, lässt sich mit wenigen einfachen Fragen analysieren.

Gut Ding will Weile haben

Die Messungen müssen über einen gewissen Zeitraum stattfinden, um valide Ergebnisse hervorzubringen. Und dann heißt es: handeln. Auch wenn die Unternehmenskultur positiv ist und sind deine Mitarbeiter motiviert sind, kannst du dich noch lange nicht bequem zurücklehnen. Kultur will gepflegt werden – etwa, in dem die Chefetage mit gutem Beispiel vorangeht.

Das Eisbergmodell

Klassischerweise dient das Eisbergmodell in der Kommunikationspsychologie dazu, Kommunikation zu erklären. Allerdings sollte der frostige Berg besser nicht darauf hindeuten, wie es mit der Kommunikationskultur deiner Firma bestellt ist. Vielmehr ist die Struktur des Eisbergs gemeint: Der größte Teil befindet sich unter der Wasseroberfläche, nur zehn bis 20 Prozent sind sichtbar. Und so ist auch Kommunikation immer durch einen unsichtbaren Teil mitgeprägt: Erfahrungen und andere persönliche Hintergründe. Begründer des Eisbergmodells war Sigmund Freud, weiter entwickelt haben es Kultur- und Kommunikationswissenschaftler wie Friedemann Schulz von Thun oder Edgar Schein.

Unter der Oberfläche brodelt es

Auch die Unternehmenskultur hat viel mit einem Eisberg zu tun. Der größte Teil von dem, was in der Firma wichtig ist, liegt unter der Oberfläche und lässt sich auf Anhieb nicht erkennen: Welche Werte stehen hinter den Strategien, welche Spielregeln herrschen in Meetings oder bei Projekten? Sichtbar sind dagegen die Dinge, die vom Unsichtbaren geprägt werden: die Bürogestaltung, ein – auch ungeschriebener – Dresscode oder das Auftreten der Mitarbeiter.

Kein Oben ohne Unten

Wie beim Eisberg sind Oberfläche und Unterteil nicht voneinander zu trennen. Wie die Büros aussehen, hängt mit den dahinterstehenden Werten zusammen: Wer seine Mitarbeiter wichtig nimmt und sie wertschätzt, möchte ihnen auch eine motivierende Ausstattung bieten. Duckmäuser, die den Mund nicht aufkriegen, sind dagegen das Ergebnis einer strengen Hierarchie, die keinen Raum für freie Entfaltung lässt.

eisbergmodell unternehmenskulturvreating corporate cultures

Das Eisbergmodell nach Ed Schein. (Quelle: creating-corporate-cultures.org)

Unternehmenskultur ist nur zu verstehen, wenn du von der Spitze des Eisbergs in die Tiefe gehst – und nur so lassen sich auch Veränderungen durchziehen.

Erfolgsfaktor Unternehmenskultur: Chancen und Herausforderungen

„Wer bei der Unternehmenskultur punktet, sichert sich wirtschaftliche Vorteile.“ Zu diesem Schluss kommt die Change-Studie der Unternehmensberatung Capgemini Consulting „Culture First!“, die die Chancen einer digitalen Unternehmenskultur und den erfolgreichen Weg dorthin beleuchtet.
Wenn die Digitalisierung tatsächlich einen deutlichen Mehrwert erzeugen soll, gilt es der Studie zufolge nicht nur, die Technik anzupassen, sondern auch die Unternehmenskultur: Ein Klima, in dem Veränderungen als Chance gesehen werden, Mitarbeiter den Weg engagiert mitgehen und eigene, neue Ideen einbringen – all das ist notwendig, um die Firma fit für die Zukunft zu machen.
Dabei stehen Unternehmen heute nicht nur vor der Herausforderung der wachsenden Digitalisierung, sondern auch vor zahlreichen weiteren Faktoren, die nach Veränderungen rufen: Der demografische Wandel führt zur Notwendigkeit, nicht nur begehrte Young Professionals direkt von der Uni in die Firma zu holen, sondern auch auf das Know-how der erfahrenen Belegschaft zu setzen – und diese nachhaltig für neue Strategien zu motivieren. Und Mitarbeiter erwarten heute mehr von ihrem Unternehmen als noch vor wenigen Jahren: Ein gutes Gehalt genügt nicht mehr. Sie möchten mitbestimmen, sich wertgeschätzt fühlen und eine sinnvolle Arbeit machen.
Handlungsbedarf bringt dies vor allem für die Personalabteilung: Wie gewinnen sie mit einer attraktiven Unternehmenskultur die besten Köpfe? Und vor allem: Wie lassen sich die hoch qualifizierten Mitarbeiter im Unternehmen halten? Hier kommen für die HR-Abteilung Strategien ins Spiel, die die Firmenkultur messbar machen. Von selbst entwickelt sich diese nämlich nicht – jedenfalls nicht in die gewünschte Richtung.

Die dunkle Seite der Unternehmenskultur

Eine etablierte Firmenkultur kann Unternehmen jedoch nicht nur voranbringen. Wird sie nicht ständig auf sich verändernde Gegebenheiten angepasst, besteht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren und in verkrusteten Strukturen zu verharren. Auch davor warnt die Capgemini-Studie: Ihren Ergebnissen zufolge hat ein Großteil der befragten Unternehmen die Notwendigkeit zur Veränderung noch nicht verinnerlicht: Die bestehende Unternehmenskultur werde oftmals mit Händen und Füßen verteidigt, echte Innovationen kommen so jedoch nur zäh voran, der digitale Wandel wird behindert und schadet letztendlich dem Fortkommen und dem Erfolg der Firma.
Der Grund dafür liege häufig in der Strategie, mit der Veränderungen an der Unternehmenskultur angegangen werden: Diejenigen Unternehmen, die etwa den Wandel hin zur digitalen Kultur zur Chefsache machen, können Veränderungen besser umsetzen und die Belegschaft zum kollektiven Mitmachen motivieren. Werden die Abteilungen damit allein gelassen, sind eine mangelhafte Kommunikation, unklare Strukturen und damit verunsicherte und letztendlich demotivierte Mitarbeiter die Folge – und das hat schließlich Auswirkungen auf den Erfolg. So fand Capgemini ebenfalls heraus, dass Unternehmen mit einer ausgeprägten digitalen Kultur erfolgreicher am Markt agieren und zufriedenere Mitarbeiter beschäftigen als diejenigen, die darauf weniger Wert legen.
Unternehmenskultur ist Chefsache – das steht mit diesen Ergebnissen fest. Wie stark die Führungsriege die individuelle Kultur der Firma beeinflusst, zeigt sich auch darin, dass die Unternehmenskultur eine höchst individuelle Sache ist.

Individualität gewinnt: Zeig, wer du bist!

Kein Unternehmen ist wie das andere – und das nicht nur hinsichtlich seiner Produkte, Lösungen, Ziele und Strategien. Die DNA jeder Firma ist die Unternehmenskultur, die entscheidet, wer bei ihr arbeitet, wie wohl sich die Mitarbeiter fühlen, welche Ziele sie gemeinsam erreichen – oder ob sie Dienst nach Vorschrift erledigen und sich in Sachen Innovationen nicht gerade aus dem Fenster lehnen. Von erfolgreichen Firmenkulturen hat jeder schon einmal gehört. Google ist ein herausragendes Beispiel dafür – und doch passt  die Kultur des Internet-Riesen längst nicht zu jedem Unternehmen.
Vor allem in mittelständischen Unternehmen ist eine etablierte und sehr eigenständige Firmenkultur, die auf den Normen und Werte der Unternehmensgründer basiert, oftmals bereits langjährig verankert und passt zu den Werten und den Mitarbeitern. Die Kultur ist erfolgreich – und doch muss auch der Mittelstand auf Veränderungen reagieren. Auch hier ist das Management gefragt, diese Werte nicht nur vorzuleben, sondern aktiv strategisch zu nutzen – eben um das KMU im Sinne der bestehenden Unternehmenswerte zum Erfolg zu führen. Es gibt jedoch für den Mittelstand gute Nachrichten: Er zeichnet sich häufig durch eine höhere Flexibilität aus. Das berichtet zum Beispiel die Studie „Arbeitswelten 4.0 – Erfolgsfaktoren im Mittelstand“ der Unternehmensberatung Deloitte. Diese beobachtet ebenfalls einen höheren Frauenanteil von 18 Prozent in den Führungsetagen, im Vergleich zu acht Prozent in Großunternehmen. Auch die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, ist bei KMUs ausgeprägter: rund 59 Prozent der Befragten ermöglichen ihren Mitarbeitern, von zu Hause aus zu arbeiten – Konzerne liegen hier bei rund 30 Prozent.
Flexibilität in Strategien, frei wählbare Arbeitsplätze, ein hoher Frauenanteil, Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Es sind insbesondere Faktoren wie diese, die die Zufriedenheit der Belegschaft fördern – Stichwort Work-Life-Balance – und den Ruf des Unternehmens auch nach außen hin positiv beeinflussen – Stichwort Frauenquote.

Liebe deine Firma wie dich selbst …

Wann lieben Mitarbeiter ihre Firma? Studien und Erfahrungen zeigen, dass einige Faktoren in dieser Hinsicht besonders bedeutsam sind: Flache Hierarchien, Wertschätzung und Mitbestimmung stehen an den vordersten Stellen. Vor allem der Wunsch nach Einflussnahme auf strategische Entscheidungen und Produkte sowie auf die Chefetage hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung zugenommen, erläutert eine Studie des Personaldienstleisters Hays.
Wie gelingt es jedoch konkret, seinen Mitarbeitern dies zu bieten? Hier kommt die Führungsriege ins Spiel. Maßnahmen, die Wertschätzung zeigen, reichen von flexiblen Arbeitszeiten über eine angenehme Büro-Umgebung bis zu einer betrieblichen Gesundheitsförderung. Noch wichtiger ist jedoch, dass die Führungskraft die Leistungen anerkennt, Potenziale fördert und konstruktives Feedback gibt. Dass dies die Zufriedenheit der Mitarbeiter fördert, fand etwa die Personalberatung Rochus Mummert in seiner Studie „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ heraus. Rund 90 Prozent der Mitarbeiter fühlen sich demnach in Unternehmen mit einer ausgeprägten Feedbackkultur auch nach dem ersten Jahr im Unternehmen noch wohl.

Was du nicht selbst gestaltest, wird gestaltet: Unternehmenskultur etablieren und entwickeln

Unternehmenskultur ist immer da. Fragt sich nur, ob sie strategisch geplant, gelebt und immer wieder an neue Bedingungen angepasst wird oder sich von selbst entwickelt hat – und du so kaum Einfluss auf ihre Entwicklung hast.  Die Unternehmenskultur muss heute zwingend das Potenzial zum stetigen Wandel haben, um in der immer schnelllebigeren Arbeitswelt zum konstanten Erfolg am Markt zu führen. Die Haufe-Akademie hat dafür fünf Schritte  für Führungskräfte bestimmt, die zu einer flexiblen Unternehmenskultur führen:

  • Erkennen: Welche Unternehmenskultur herrscht aktuell?
  • Erzielen: Wie soll die Kultur in Zukunft aussehen?
  • Ermitteln: Welche Folgen haben die Veränderungen?
  • Energetisieren: Warum sind Änderungen notwendig?
  • Exekutieren: Welche Wege und Strategien sind zur Umsetzung notwendig?

Hier gilt abermals: Klug geplant ist halb gewonnen. Unternehmenskultur ist kein Selbstläufer, sie muss immer wieder überprüft und gepflegt werden.

Erfolgsfaktor Unternehmenskultur: So gelingt es, die besten Köpfe zu finden und zu halten

Die Unternehmenskultur hat direkten Einfluss auf den Erfolg. Das berichten Studien wie das Führungsbarometer von Penning Consulting.

unternehmenskultur wichtig unternehmen erfolg firmenkultur infografik

Eine 2006 von Great Place to Work® Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durchgeführte repräsentative Studie zeigt, dass eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und das damit verbundene höhere Engagement der Mitarbeiter mehr als 30 Prozent der Unterschiede im wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen erklären können. © 2012

Wie sieht eine Unternehmenskultur jedoch aus, in der motivierte, engagierte Mitarbeiter für das Fortkommen der Firma sorgen? Hier zeigen wir dir, wie du es nicht machen solltest. Und hier, welche Faktoren zu einer harmonischen Kultur im Unternehmen führen:
Aus Fehlern lernen: Etwas ist schiefgelaufen? Als Führungskraft sind nun konstruktives Feedback und eine offene Kommunikation wichtig. Fehler bergen Potenziale zum Wachsen und Lernen – das gilt für dich ebenso wie für die Mitglieder deines Teams.
Freiheit fördern: Arbeiten, wo und wann man will? Nicht in jeder Organisationsform ist das möglich und Freiheit bedeutet auch nicht unbedingt, den Arbeitsort flexibel wählen zu können. Vielmehr umfasst Freiheit vor allem Vertrauen, dass die Arbeit erledigt wird – wo und wie das konkret geschieht, darf in vielen Fällen getrost dem Team überlassen werden. Die Führungskraft sollte als Ansprechpartner parat stehen, leiten und bei Problemen eine Mentoren-Funktion übernehmen.
Agile Strukturen: Innovationen brauchen Platz für Kreativität. Warum nicht mal um die Ecke denken, warum nicht neue Ideen ausprobieren, wenn auch zunächst in einem geschützten Rahmen, etwa eines agilen Teams, das ein Stück abseits vom Tagesgeschäft mit neuen Arbeitsformen neue Wege entwickelt. Brainstorming, Projektarbeit, Synergien nutzen – das sind die Zutaten, die zu neuen Ideen und Lösungen führen.
Goodies, Gehalt und Arbeitsatmosphäre: Geld allein macht zwar nicht glücklich, doch spielen Goodies in Sachen Zufriedenheit eine große Rolle: ein gutes Gehalt, die Ausrüstung mit Notebooks und Smartphones, aber auch eine harmonische Arbeitsumgebung, die optimal auf die Abläufe abgestimmt ist, Rückzugsorte und Raum für Kommunikation schafft – all das ist Bestandteil einer Unternehmenskultur, die Wertschätzung zeigt.

Mit kununu engage zur transparenten Unternehmenskultur, mehr Mitarbeiter-Engagement und einer starken Brand, die Bewerber lieben. Mache jetzt den ersten Schritt und teste kununu engage 30 Tage kostenlos und unverbindlich!

Du hast noch Fragen zur Unternehmenskultur?? Dann schreib‘ uns gerne eine E-Mail an engage@kununu.com.
Noch etwas zum Schmunzeln? 🙂 Hier findest eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine Unternehmenskultur garantiert gegen die Wand fährst.


Video: Unternehmenskultur & Mitarbeiterengagement

Kostenlos Testen

kununu engage ist ein HR Feedback-Tool, das dir dabei hilft, ein besserer Arbeitgeber zu werden. Durch kontinuierliches und anonymes Feedback der Mitarbeiter, erhältst du wertvolle Einblicke in die aktuelle Stimmung, und die gelebte Transparenz hilft dabei, eine starke Unternehmenskultur aufzubauen.

Kostenlos testen!

Newsletter (de)

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Abonniere unseren Newsletter und erhalte regelmäßig Insights zum Thema Mitarbeiter-Engagement, Company Culture und Co.