3 KPIs, die deine Unternehmenskultur messbar machen

  • Mirko
  • September 17, 2018
  • 8 min

Die Unternehmenskultur messen? Geht das überhaupt? Wer genau weiß, wie es um die Stimmung in der Firma bestellt ist, darf sich in jedem Fall klar im Vorteil sehen. Wir stellen dir die besten Methoden vor, um die Stärke deiner Unternehmenskultur zu messen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Sind deine Mitarbeiter engagiert, entwickeln aus eigenem Antrieb neue Ideen – oder möchten sie nach Feierabend so schnell wie möglich das Gebäude verlassen und erledigen Dienst nach Vorschrift? Die Unternehmenskultur beeinflusst die Motivation, das Engagement und hält das Unternehmen von innen zusammen. Die Firmenkultur gibt der Belegschaft eine klare Orientierung, wo es hingehen und welche Werte gelebt werden sollen. Und beeinflusst, wie erfolgreich man ist.

Mehr Mitarbeiter-Engagement durch eine starke Unternehmenskultur

Von der Wichtigkeit einer starken Unternehmenskultur hat wohl jede Führungsriege schon einmal gehört.  Transparente Prozesse, eine offene Kommunikation, Eigenverantwortung und eine gesunde Feedbackkultur sind dem „Hays-Report Unternehmenskultur“ zufolge die wichtigsten Faktoren, die zu einer guten Company Culture beitragen. Hinzu kommen nach den Daten von kununu.com auch Dinge wie flexible Arbeitszeiten, Vertrauen und gegenseitige Anerkennung. Und vielleicht auch mal eine kleine Party, denn auch das schweißt zusammen.
Während die einen die Unternehmenskultur regelmäßig messen und analysieren, gehen andere eher lax vor und meinen: „wird schon werden“. Wird es jedoch ohne Weiteres meist nicht. Denn eine starke Unternehmenskultur ergibt sich nicht von selbst, sondern wird in erster Linie von der Chefetage gestaltet und vorgelebt. Dieser Top-Down-Prozess (also: von oben nach unten) ist für eine starke Unternehmenskultur aber weniger förderlich – das Gegenteil, der Bottom-Up-Prozess, jedoch schon.
Das bedeutet im Klartext: Wer eine starke Firmenkultur etablieren möchte, sollte hierbei alle Mitarbeiter einbinden. Besonders aber diejenigen, die das Unternehmen durch ihren Input nach vorne bringen können und wollen.
Um zu erkennen, ob sie sich die Unternehmenskultur in die richtige Richtung entwickelt, muss sie irgendwie messbar gemacht werden. Kultur zu „messen“ erscheint im ersten Moment schwer realisierbar – es gibt jedoch drei praktikable Methoden bzw. Key Performance Indicators (KPIs), die auch miteinander kombiniert werden können.

Drei KPIs, die deine Firmenkultur messbar machen

Die Fluktuationsrate (Employee Turnover Rate)

Ein wesentliches Indiz für eine dysfunktionale oder gar toxische Arbeitsplatzkultur ist, wenn der Durchfluss oder die Fluktuationsrate der Mitarbeiter zunimmt. Natürlich wollen Chefs, dass die Menschen ehrgeizig sind, und Flexibilität bei der Einstellung oder Entlassung ist sicher auch notwendig, um als guter Arbeitgeber in Erinnerung zu bleiben. Wenn Arbeitnehmer jedoch nach ein paar Monaten regelmäßig das Weite suchen, ist das in der Regel ein schlechtes Zeichen. Die Employee Turnover Rate (ETR) ist wahrscheinlich die beste Kennzahl, um zu verstehen, wie glücklich oder wechselwillig die Belegschaft ist.
Um die monatliche Fluktuationsrate zu berechnen, benötigt man drei Zahlen: die Anzahl der aktiven Mitarbeiter am Anfang und Ende des Monats und die Anzahl der Mitarbeiter, die in diesem Monat ausgeschieden sind. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl erhält man, indem man die Anfangs- und Endbelegschaft addiert und durch zwei teilt. Nun wird die Anzahl der Mitarbeiter, die aus dem Unternehmen ausgeschieden sind durch die durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern geteilt. Multipliziert mit 100 ergibt sich der finale Prozentsatz der Fluktuation. Dieser kann dann mit Branchendurchschnitten oder früheren Daten über die Mitarbeiterfluktuation verglichen werden. In der Regel kann eine erfolgreiche Unternehmenskultur mit einer recht niedrigen ETR beeindrucken.

Der Employee Net Promoter Score

Die zweite Methode ist die Messung des Employee Net Promoter Scores (eNPS). Hier werden die Mitarbeiter nach ihrer Bereitschaft gefragt, das Unternehmen Freunden oder der Familie zu empfehlen. Der eNPS adaptiert den Net Promoter Score (NPS). Berechnet wird der NPS durch die Differenz zwischen Promotoren und Detraktoren des betreffenden Unternehmens. Hierfür wird einer repräsentativen Gruppe von Kunden die Frage gestellt: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Unternehmen/Marke X einem Freund oder Kollegen weiterempfehlen werden?“ Gemessen werden die Antworten auf einer Skala von 0 (unwahrscheinlich) bis 10 (äußerst wahrscheinlich). Als Promotoren werden bezeichnet, die mit 9 oder 10 antworten. Als Detraktoren werden hingegen diejenigen betrachtet, die mit 0 bis 6 antworten. Kunden, die mit 7 oder 8 antworten, werden als „Indifferente“ gewertet.

Der Net-Promoter-Score wird nach folgender Formel berechnet:

NPS = Promotoren (in % aller Befragten) − Detraktoren (in % aller Befragten)
Der Wertebereich des NPS liegt damit zwischen plus 100 % und minus 100 %.

Dasselbe Prinzip wird beim eNPS angewendet: Die Punktzahl ist dann ein Indikator, wie beliebt das Unternehmen bei seinen Mitarbeitern ist. Mit einer Punktzahl für jeden Angestellten kann dann eine Durchschnittsstatistik für den Arbeitsplatz aggregiert und mit zukünftigen Ergebnissen verglichen werden. So wird ein Trend im Unternehmensklima sichtbar, der durch eine anonyme Durchführung der Umfrage deutlich an Aussagekraft gewinnt.

Der Employer and Manager Satisfaction Score

Die dritte Metrik ist ebenfalls umfragebasiert und gibt eine weiteren sehr nützlichen Einblick in die Firmenkultur. Der Employer and Manager Satisfaction Score gibt Aufschluss darüber, wie zufrieden die Mitarbeiter mit der Art und Weise sind, wie sie geführt und gemanagt werden. Er bringt Elemente der Mitarbeiter-Manager-Beziehungen wie den richtigen Einsatz von Fähigkeiten, angemessene Schulungsmöglichkeiten und die allgemeine Unterstützung oder Beratung der Mitarbeiter an die Oberfläche. Die Berechnungsmethode ist in diesem Fall ähnlich wie beim eNPS. Bei dieser KPI werden die Mitarbeiter gefragt, wie sie ihre Führungskräfte einschätzen würden. Auch hier können Durchschnittswerte für einzelne Manager als Benchmark genommen werden, um zu sehen, wie gut sich das Management in den Augen der Belegschaft entwickelt hat.

Mit den richtigen Werkzeugen eine KPI-basierte HR-Strategie erstellen

Egal, ob die Unternehmenskultur bewusst kultiviert wird oder nicht – sie bleibt ein grundlegender Faktor für die Art und Weise, wie das Unternehmen arbeitet. Das Messen der Fortschritte in der Firmenkultur sind heute ein wichtiger Bestandteil des Erfolges eines Unternehmens. Wer möchte, dass die Firma erfolgreich ist, sollte die Kultur pflegen, messen und stetig verbessern. Digitale und anonyme Feedbacktools können bei der Stärkung der Zufriedenheit und des Engagements des Teams extrem helfen,  da Stimmungstrends, Probleme und kritische Themen direkt sichtbar werden. Zudem lassen sich Mitarbeiterbefragungen zu bestimmten Themen schnell aufsetzen und analysieren.

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Mit kununu engage kann jeder Mitarbeiter anonym Gefühle, Fragen und andere Themen teilen, mit Kollegen diskutieren und bewerten. Analysiere schnell die relevanten Probleme im Team, um effektiv gegensteuern zu können.

Hast du Fragen zum Thema? Dann schreibe uns gerne in die Kommentare. 🙂
Du möchtest mehr über Unternehmenskultur erfahren? Hier findest du unseren kompletten Guide zum Thema.
Noch etwas zum Schmunzeln? 🙂 Hier findest eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine Unternehmenskultur garantiert gegen die Wand fährst.

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kununu engage ist ein HR Feedback-Tool, das dir dabei hilft, ein besserer Arbeitgeber zu werden. Durch kontinuierliches und anonymes Feedback der Mitarbeiter, erhältst du wertvolle Einblicke in die aktuelle Stimmung, und die gelebte Transparenz hilft dabei, eine starke Unternehmenskultur aufzubauen.

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