Studie: Wie Emotionen das Mitarbeiter-Engagement beeinflussen

  • AJ
  • Juli 5, 2018
  • 4 min

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Emotionen von Mitarbeitern und deren Engagement: Eine neue Veröffentlichung von Dale Carnegie zeigt, welche Gefühle am Arbeitsplatz der persönlichen Karriere sowie dem Unternehmenserfolg besonders dienlich sind.

Wo Menschen sind, gibt es auch Emotionen. Stolz, Wut, Ärger, Aufregung: Gefühle am Arbeitsplatz sind alltäglich. Sie sind keine Störfaktoren, sondern sie gehören zum Berufsleben und sind ausgesprochen wichtig. Nicht zuletzt hängen Emotionen oft eng mit beruflichem Erfolg zusammen. Soll heißen: Bei jeder Entscheidung, die getroffen wird, spielen emotionale Aspekte eine nicht unerhebliche Rolle. Karriere geht eben nur mit Gefühl.

Emotionen als Treiber

Viele Studien legen den Fokus darauf, wie viel Prozent der Mitarbeiter engagiert sind und wie viele nicht . Doch nur wenige Untersuchungen gingen bisher der Frage nach, was Mitarbeiter wirklich antreibt. Diese Lücke schließt eine Studie von Dale Carnegie: Das Institut hat in Kooperation mit MSW Research die emotionalen Elemente untersucht, die das Mitarbeiter-Engagement am Arbeitsplatz beeinflussen. Hierfür wurden 1.500 Arbeitnehmer weltweit befragt und 28 positive sowie negative Emotionen erhoben.
Das Ergebnis: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Emotionen und Mitarbeiter-Engagement. Je mehr positive Gefühle ein Arbeitnehmer hat, umso höher fällt sein Engagement für das Unternehmen aus. Fünf von 28 Emotionen erwiesen sich als Engagement-Treiber, zwölf hingegen als Engagement-Killer.

Begeisterte Mitarbeiter sind engagierter

Wertschätzung, Zuversicht, Inspiration, Begeisterung und Ermächtigung sind die Schlüsselemotionen für Mitarbeitermotivation. Insbesondere Wertschätzung erweist sich als Eintrittsschwelle für Engagement. 46 Prozent der Befragten gaben an, sich wertgeschätzt zu fühlen. Wertschätzung alleine erzeugt allerdings noch kein Engagement. Vielmehr erweist es sich als notwendige Voraussetzung für andere, noch stärkere positive Emotionen. Wertschätzung und Zuversicht gemeinsam sind eine powervolle Kombination: Sie ermächtigen Menschen, Entscheidungen am Arbeitsplatz zu treffen und Begeisterung zu erzeugen. Dadurch werden Mitarbeiter wiederum inspiriert, noch mehr persönliche Ressourcen einzubringen. Arbeitnehmer, die mit Begeisterung bei der Sache sind, tun das nicht wegen des Gehalts oder der Beförderung – sie engagieren sich für ihre Organisationen und wollen an deren Zielerreichung mitwirken.
Mitarbeiter, die negative Emotionen empfinden, sind hingegen bis zu zehnmal unmotivierter als jene, die positive Gefühle hegen. Drei negative Emotionen führen nachweislich zu Motivationsverlust: Irritation, Desinteresse und Verunsicherung.

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Zufriedenheit ist Chefsache

Die Studie hat zudem gezeigt, dass die von der Organisation und dem Vorgesetzten ausgelösten Gefühle stark miteinander zusammenhängen. Allerdings spielt der unmittelbare Vorgesetzte die weitaus bedeutendere Rolle: Er ist zu 84 Prozent dafür verantwortlich, wie Mitarbeiter über das Unternehmen empfinden. Weiter wurde der Zusammenhang zwischen wahrgenommenem Gefühl des Mitarbeiters und dem Grad der Zufriedenheit mit dem unmittelbar Vorgesetzten untersucht. Der unmittelbar Vorgesetzte erzeugt polarisierende emotionale Reaktionen. Führungskräfte, die positive Emotionen erzeugen, erhalten höhere Zufriedenheitswerte. Sie bekommen die höchsten Zustimmungsraten, wenn sich Mitarbeiter inspiriert, begeistert, zufrieden und angeregt fühlen. Wenn Führungskräfte andererseits negative Gefühle erzeugen, sind die Zufriedenheitsraten unterdurchschnittlich.

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