Diese 6 Unternehmen haben ihre Mitarbeiter am Exit beteiligt

  • Mirko
  • Januar 30, 2018
  • 4 min

Hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden und langfristig  zu binden, ist für Start-ups eine der größten Herausforderungen. Diese sechs Firmen haben es vorgemacht.

Wie können Mitarbeiter am Exit beteiligt werden?

Aufgrund begrenzter finanzieller Möglichkeiten, binden viele junge Unternehmen ihre wertvollsten Arbeitskräfte langfristig durch Beteiligung am Unternehmen. Werden einem Angestellten Unternehmensanteile überschrieben, hat er darauf sofort Lohnsteuer zu entrichten, obwohl er noch keine reale Zahlung erhalten hat. Als gangbare Praxis der Mitarbeiterbeteiligung hat sich daher die Einführung sogenannter Phantom Stocks oder Phantom Shares bewährt. Sie sind erst mit dem Exit gültig. Somit werden erst dann Steuern fällig, wenn die Zahlungen tatsächlich erhalten werden.

Diese Unternehmen haben ihre Mitarbeiter am Exit beteiligt

  • Die Carsharing-App Carjump aus Berlin wurde 2016 von dem Autohersteller Peugeot gekauft. Diese Übernahme wurde von allen Mitarbeitern mit Jubel begrüßt, denn die jungen Carjump-Geschäftsführer Fabian Kofler und Michel Stumpe beteiligten allesamt am Exit.
  • Die Diabetes-App MySugr wurde 2017 vom Pharmakonzern Roche übernommen. Die MySugr-Gründer Michael Forisch, Fredrik Debong, Gerald Stangl und Frank Westermann bedachten ihre fünfzig Mitarbeiter mit einer Million. Auch ihnen war bewusst, dass sie ohne das Team nicht so weit gekommen wären.
  • 220 Millionen Euro war dem Sportartikelhersteller Adidas 2015 das österreichische Fitness-Startup Runtastic wert. Zum Exit lud Runtastic-CEO Florian Gschwandtner die komplette Belegschaft vier Tage zu einem Kurzurlaub nach Kroatien ein, um die neue Partnerschaft gemeinsam zu feiern. Dies habe das gute Betriebsklima noch weiter verbessert.
  • Christian Reber einer der Gründer des Startups 6Wunderkinder, erklärte, alle „Wunderkinder“ hätten über Unternehmensbeteiligungen verfügt, und „dementsprechend stark am Exit partizipiert“. 6Wunderkinder wurde 2015 von Microsoft für einen dreistelligen Millionenbetrag übernommen. Neben der Beteiligung am Exit erhielten alle Angestellten „ordentliche“ Gehaltserhöhungen. Auch freuen Reber die guten Karriere- und Aufstiegschancen seiner Crew bei dem neuen Partner Microsoft.
  • Als der türkische Startup Yemeksepeti von dem großen Lieferservice Delivery Hero für 600 Millionen Dollar übernommen wurde, bedachte Yemeksepeti-Chef Nevzat Aydın seine 114 Mitarbeitern mit jeweils 200 000 Dollar. „Wir haben das getan, weil wir den Erfolg zusammen erreicht haben“, kommentierte Aydin sein großzügiges Handeln damals in der Tageszeitung Hürriyet.
  • Im Sommer 2016 wurde das Delikatessen-Startup Foodist von dem Medienkonzern Ströer gekauft. Das Foodist-Mitarbeiterteam konnte diesen Deal auf einer gemeinsamen Bootstour feiern. Finanzielle Vergütungen gab es darüber hinaus nicht. „Dies könnte falsche Signale an unseren neuen Anteilseigner Ströer senden“, kommentierte der Startup-Chef.

Im Vergleich zu amerikanischen Startups tun sich deutsche Startups und Firmen noch schwer, ihre Arbeitskräfte am Erfolg partizipieren zu lassen.

Exit-Beteiligung als Motivationsspritze

Zufriedene und engagierte Mitarbeiter sind die Basis unternehmerischen Erfolgs. Denn sie sind:

  • kreativer und produktiver
  • haben eine höhere Leistungsbereitschaft
  • seltener krank
  • bleiben auch in schwierigen Zeiten dem Unternehmen treu
  • positive Kommunikatoren für das Unternehmen nach außen.
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