Bist du ein guter Chef?

  • Nadia
  • August 12, 2018
  • 29 min

Du möchtest dein Team souverän leiten und die beste Performance herauskitzeln? Hier findest du die besten Tipps, um ein guter Chef zu werden, dein Team  zu verbessern und selbst zu wachsen.

Letztes Update: 15.08.2018

Wer seine Firma liebt und sich wertgeschätzt fühlt, ist motivierter und engagierter – und bringt sein Unternehmen mit neuen Ideen und Strategien nach vorne. Dabei spielt die Führungsriege eine entscheidende Rolle. Sie bestimmt nicht nur die Ausrichtung und die Ziele, sondern auch die Unternehmenskultur: Welche Wertschätzung wird den Mitarbeitern entgegengebracht, inwiefern können sie über ihre Job-Situation mitbestimmen und welches Feedback wird ihnen entgegengebracht? All diese Faktoren spielen bei der Zufriedenheit im Beruf wichtige Rollen. So meldet etwa die Studie „Jobzufriedenheit 2017“ der Manpower Group, dass Vorgesetzte durch ehrliches Feedback und Wertschätzung die Zufriedenheit steigern können. Und zufriedene Mitarbeiter bleiben dem Unternehmen erhalten und tragen ihr wertvolles Know-how nicht zur Konkurrenz. Los geht es erst einmal mit ein wenig Theorie, bevor wir dann auch konkrete Tipps für ein besseres Team-Management geben.

Motivationstheorien

Was steckt hinter einem guten Team? Wie lässt es sich motivieren? Bevor es zu den praktischen Tipps kommen, wollen wir dir kurz zwei Motivationstheorien vorstellen, die besonders bekannt sind. Du solltest zumindest von ihnen gehört haben, um dein Team erfolgreich zu managen.

Die Maslowsche Bedürfnispyramide

Alle Bedürfnisse und Motivationen folgen einer hierarchischen Ordnung – das ist der Kern der Bedürfnispyramide von Adam Maslow. Erst wenn grundlegende physiologische Bedürfnisse erfüllt sind, folgt die Erfüllung der nächsten:

  • Sicherheit
  • soziale Bedürfnisse
  • Wertschätzung
  • Selbstverwirklichung
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Die Bedürfnispyramide nach Maslow. (Quelle: Wikipedia)

Kurz gesagt: Stimmen die Rahmenbedingungen, lässt sich der Mensch dazu motivieren, auf die nächst höhere Bedürfnisebene zu springen. Für die Teamentwicklung bedeutet das: Wird der Mitarbeiter wertgeschätzt, ist er bereit, sich selbst zu verwirklichen – zum Beispiel in dem er mit seinen Leistungen über sich hinauswächst. Die Bedürfnisse sind jedoch bei jedem unterschiedlich ausgeprägt. Dem einen ist etwa Sicherheit weniger wichtig als Wertschätzung, der andere hat starke soziale Bedürfnisse, möchte sich aber weniger selbst verwirklichen. Es können nach Maslows Theorie somit niemals alle Ebenen der Pyramide im selben Ausmaß zur Motivation führen.

Die Zwei-Faktoren-Theorie

Auch Frederick Herzberg stellte im Jahr 1959 heraus, unter welchen Voraussetzungen Motivation entstehen kann. Zwei Faktoren kristallisierten sich bei seinen Studien heraus: Hygienefaktoren, die sich auf das Arbeitsumfeld beziehen, und Motivationsfaktoren, die den Inhalt der Tätigkeit fokussieren.
Die Hygienefaktoren können nach Herzberg zwar Unzufriedenheit verhindern, jedoch keine Zufriedenheit hervorrufen. Arbeitsumfeld, Gehalt, Arbeitszeiten und Work-Life-Balance zählen etwa zu diesen äußeren Faktoren. Dass sie für sich genommen keine Zufriedenheit hervorrufen, bedeutet jedoch nicht, dass sie unwichtig sind, im Gegenteil: Sie sind die Basis für ein motiviertes, zufriedenes Arbeiten.
Zufriedenheit im Job herstellen können die Motivationsfaktoren. Zu diesen zählen etwa die selbst erbrachte Leistung, die Arbeitsinhalte, eigene Entscheidungen und Erfolge.

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Faktoren, die nach Herzberg die Einstellung zur Arbeit beeinflussen. (Quelle: arbeitszufriedenheit.net)

Im Idealzustand passen sowohl die Hygiene- als auch die Motivationsfaktoren. Dann ist motiviertes, engagiertes Arbeiten angesagt, die Mitarbeiter fühlen sich wohl und zufrieden. Ist nur einer von beiden ausreichend vorhanden, leidet entweder die Motivation oder die Zufriedenheit: Das Team ist unmotiviert, aber mit den Umständen noch halbwegs zufrieden. Oder es ist motiviert, wird aber dennoch keine Top-Performance bringen, da die Arbeitsumstände nicht passen. Und fehlt beides, hast du offenbar etwas falsch gemacht: Unzufriedene Mitarbeiter ohne jegliche Motivation bringen gar keine Erfolge.

Zwei Seiten einer Medaille

Beide Motivationstheorien geben dir wertvolle Hinweise, was das Unternehmen bieten muss, um zufriedene und motivierte Teams zu erhalten: Es genügt nicht, wenn nur die Arbeit spannend ist, nur das Gehalt passt oder nur die Kollegen nett sind. Motivation entsteht immer aus einem Zusammenspiel aus vielen Anforderungen.

Chef werden und sein: so funktioniert’s

Wie steht es um deine Chef-Qualitäten? Vor allem, wenn du gerade erst in die Führungsrolle reingeschlüpft bist, kann es zu Spannungen kommen, die den Erfolg gefährden. Chef sein will gelernt sein – mit diesen Tipps.

Die Kunst der Autorität

Autorität ist eine Kunst. Und wer sie nicht beherrscht, verfällt schnell in Extreme, ist entweder extrem autoritär und fordert blinden Gehorsam, oder lässt es viel zu lax angehen – und verliert damit jeglichen Respekt. Fachwissen, Transparenz, Kommunikationsstärke und Überzeugungskraft sind die Faktoren auf dem Weg zur natürlichen Autorität. Dann werden deine Mitarbeiter gerne mitziehen und gemeinsam deine Ziele erreichen wollen.

Vom Spezialisten zum Visionär

Dein Fachwissen hat dich nach oben gebracht. Doch als Führungskraft ist mehr gefragt. Wenn du dich auf deiner Expertise ausruhst und als Chef lediglich als Ansprechpartner für Fachfragen auftrittst, wird im schlimmsten Fall niemand mehr wissen, welches Ziel er erreichen soll und leistet höchstens Dienst nach Vorschrift. Chefs fungieren auch als soziale Instanz – und geben so den Weg vor.

Klare Worte, klare Antworten

Klare Worte sind das A und O des Chefseins. Das betrifft die großen Ziele ebenso wie die jedes einzelnen Mitarbeiters. Dazu musst du wissen, welche Skills diese eigentlich haben. Zuhören lautet das Zauberwort, und zwar auch dann, wenn es um Anregungen oder Probleme im Team geht. Kritik ist erlaubt, von beiden Seiten, allerdings sollte diese so konkret wie möglich sein. Allgemeine Unzufriedenheit zählt nicht. Was läuft schief und wie sieht die Lösung aus? Das schafft Transparenz und somit auch mehr Zufriedenheit.

Offenheit ist Trumpf

Und wo wir schon bei Transparenz sind: Die Ziele des Unternehmens, die aktuellen Zahlen und alle Entwicklungen sollten nicht auf deinem Schreibtisch bleiben, sondern deinem Team mitgeteilt werden. Das gibt dir auch die Gelegenheit, es bei wichtigen Fragen mit einzubeziehen. Schließlich hast du die besten Player um dich versammelt und deren Know-how zählt – und ihre Mitbestimmung zeigt, dass du es wertschätzt.

Schluss mit Kuschelkurs – aber mit Fingerspitzengefühl

Werden Kollegen zu Chefs, verlagern sich die Autoritäten. Der ehemalige Kollege ist nun weisungsbefugt. So sollte er sich auch verhalten und folglich eine gewisse Distanz aufbauen. Allerdings übertreiben es viele damit und machen sich unbeliebt. Die neue Position sei ihm wohl zu Kopf gestiegen und mit dem Fußvolk will er auch nichts mehr zu tun haben, munkelt es dann durch die Flure. Das Ziel ist ein gesunder Mittelweg: Ein freundlicher Austausch, auch über unternehmerische Belange hinaus, ist in Ordnung, sollte jedoch nicht zur ständigen Gewohnheit werden. Schließlich musst du dich gegenüber deinen ehemaligen Kollegen auch durchsetzen. Und das gelingt nur schwer, wenn ihr gestern Abend noch das eine oder andere Feierabendbier getrunken habt.

Wie war ich, Team?

Was erwartet dein Team von dir als neuen Chef? Wo läuft es schief, was machst du gut, was kann besser laufen? Kannst du diese Fragen beantworten? Falls nicht, ist nachsitzen angesagt – nämlich indem du dein Team um Feedback bittest. Das kann im persönlichen Gespräch erfolgen. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass die Offenheit auf der Strecke bleibt und viele mit ihrer wahren Meinung hinter dem Berg halten. Anonymes Feedback kannst du mit Tools wie kununu engage einholen – und so Schritt für Schritt zum besseren Chef werden.

So baust du ein Team auf

Alle zusammen – und doch jeder für sich: So läuft es leider noch allzu oft in vielen Teams. Da werden Potenziale nicht voll ausgeschöpft, weil der Chef sie womöglich gar nicht kennt. Mitspracherecht ist ein Fremdwort und in stundenlangen Meetings werden Entscheidungen schließlich vertagt. Das bringt weder Erfolg noch Spaß am Job – und Motivation schon gar nicht. Aus Einzelkämpfern kann durchaus ein erfolgreiches Team werden, allerdings steckt Arbeit dahinter. Hier erfährst du, was du tun kannst, wenn es darum geht, ein neues Team aufzubauen.

Wohin soll es gehen?

Ein klares Ziel ist im Team essenziell, damit alle an einem Strang ziehen. Dabei sollten die Verantwortungen ebenso klar definiert werden, und zwar nach den jeweiligen Skills. Dabei spielt der folgende Punkt eine wichtige Rolle:

Wer kann was?

Wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden, ist ein breites Know-how gefragt und auch soziale Skills sind wichtig: Einer ist fachlich nicht zu übertreffen, dafür punktet der andere mit seinen Verkäuferqualitäten, der dritte deckt wie ein Weltmeister neue Geschäftsfelder auf – und gemeinsam werden so neue, vielversprechende Märkte und Kunden an Land gezogen.

Welche Dynamiken herrschen in der Gruppe?

Baust du ein neues Team auf, werden sich erst einmal alle beschnuppern. Vorsicht ist angesagt, man kennt sich schließlich noch nicht. Sobald sich herausstellt, wie die jeweils anderen ticken, können Konflikte auftreten oder es bilden sich innerhalb des Teams Gruppen. Beides ist für eine erfolgreiche Teamarbeit jedoch schädlich. Moderation ist gefragt – und die Regeln der erfolgreichen Teamzusammenarbeit:

Kommunikation und Moderation

Eine offene Kommunikation, klare Zuständigkeiten und zur Not ein Machtwort: Mit dem Aufbau des Team ist es nicht getan, anschließend ist Führung notwendig. Ein guter Teamleiter sollte Differenzen und Missstimmung erspüren und eingreifen, Feedback geben zu dem, was gut läuft und auch Probleme aufzeigen – und dabei alle Teammitglieder miteinbeziehen.

Faktoren für erfolgreiche Teamarbeit

Ein breites Know-how, viele verschiedene Persönlichkeiten, die sich gegenseitig ergänzen, klare Ziele, Spielregeln für die Kommunikation und den Umgang miteinander, ein Chef, der den Weg vorgibt – so funktioniert ein gutes Team. Möchtest du wissen, wie es um die Stimmung in deinem Team steht? Mit kununu engage erhältst du ein Stimmungsbarometer, kannst in eventuelle Missstimmungen eingreifen und positive Aspekte ausbauen.

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Digitale Feedback-Tools geben Mitarbeitern die Chance, sich aktiv an der Unternehmenskultur zu beteiligen und helfen Unternehmen dabei, die Mitarbeitermotivation und das Engagement zu steigern.

Was brauchen Teams, um motiviert arbeiten zu können?

Zeig mir dein Team und ich sage dir, wie erfolgreich du wirst: Eine Strategie kann noch so vielversprechend sein, zieht das Team nicht mit, wird selbst aus der besten Idee eine Nullnummer. Wie erfolgreich ein Team arbeitet, hängt davon ab, wie motiviert es ist – und das ist wiederum von der Führung abhängig. Wie entwickelt sich ein Team zum erfolgreichen Player und welche Basis braucht es dafür? Hier erfährst du es.

Die Leistung des Einzelnen

Wie lässt sich die Zusammenarbeit so effektiv gestalten, dass jeder im Team seine Potenziale voll ausspielen kann und das gesteckte Ziel gemeinsam erreicht wird? Diese Frage ist für die Teamentwicklung zentral. Dabei spielt die Zusammenarbeit eine ebenso große Rolle wie die Leistung des Einzelnen. Stichwort Ringelmann-Effekt: In einer Gruppe erbringen die einzelnen Teilnehmer weniger Leistung als einzeln. Ob das nun nach dem Motto „die anderen werden´s schon richten“ passiert oder weil der Einzelne seine Potenziale gar nicht voll ausleben kann – etwa weil der Chef nicht weiß, was dieser überhaupt kann – spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, die Leistung jedes Teammitglieds auch separat anzuerkennen, nicht nur die kollektive Arbeit. Dafür musst du allerdings auch wissen, was deine Teammitglieder mitbringen – eine Voraussetzung für gute Führung.

Führungsqualitäten ausspielen

Damit Teamentwicklungs-Maßnahmen tragen, ist eine gute Führung unverzichtbar. Doch was ist eigentlich ein guter Boss? Eine Studie der Beratungsagentur Information Factory aus dem Jahr 2015 stellt die Anforderungen an die perfekte Führung zusammen:

  • die Fähigkeit, erfolgreich zu kommunizieren
  • die Belange der Mitarbeiter verstehen
  • Beziehungen aufbauen
  • Organisationstalent

Sind diese Eigenschaften gegeben, sind die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teamentwicklung schon da: Der Boss sagt deutlich, was er erwartet, bezieht jedes einzelne Mitglied ein, weiß, was der Einzelne leistet, welche Skills er mitbringt und worin er besonders gut ist. Er baut eine persönliche Beziehung zu seinen Mitarbeitern auf und hat die Fähigkeit, zu delegieren und Aufgaben gerecht zu verteilen.

Die Motivationsmacher

Genügt das für motivierte Arbeit? Du ahnst wahrscheinlich bereits, dass dem nicht so ist. Hinweise gibt die Studie „Arbeitsmotivation 2018“ der Manpower Group: interessante, sinnvolle Aufgaben, nette Kollegen, ein gutes Verhältnis zu diesen und zum Chef stehen auf der Liste der Motivationsfaktoren ganz oben. Auch eigene Entscheidungen treffen zu können und sich persönlich und fachlich weiter entwickeln zu können, sollte das Ergebnis guter Teamarbeit sein – und ist nahezu ein Garant dafür, dass das nächste Projekt erfolgreich wird.

Krisenmanagement – so motivierst du dein Team in unsicheren Zeiten

Kurzarbeit, verlorene Projekte, abwandernde Kunden: All das verunsichert Mitarbeiter und kann zu einer gefährlichen Spirale führen. Fühlen sie sich im Unternehmen nicht mehr wohl, wandern sie ab und wenden sich mit ihrem wichtigen Know-how der Konkurrenz zu. Die hat dann gut lachen, während du in die Röhre schaust und noch mehr Kunden verlierst. Und auch wenn sie bleiben, wird es nicht unbedingt besser: Mitarbeiter, die Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes haben, bringen keine optimale Leistung mehr, entwickeln keine Innovationen, sind nicht mehr kreativ. Wenn das Unternehmen in der Krise steckt, muss gehandelt werden, um Schlimmeres zu verhindern. Dabei spielt es eine zentrale Rolle, die Motivation der Mitarbeiter zu erhalten.

Offenheit muss sein

Eine transparente Kommunikation ist in diesem Fall das A und O: Warum ist das Unternehmen in der Krise, was tut es dagegen und was kann jeder Einzelne machen, damit die Zahlen wieder stimmen? Damit schaffst du eine Vertrauensbasis, in der die Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen. Die Führungsriege hält nichts unter Verschluss, sondern legt alle Fakten offen. Das können auch negative sein: Sind Kündigungen möglich, sollte auch das auf den Tisch gelegt werden. Allerdings auch der Plan, diese zu verhindern.

Die Arbeitsatmosphäre zählt

Eine gute Arbeitsatmosphäre ist schon in guten Zeiten einer der wichtigsten Faktoren für motivierte Teams. In Krisenzeiten wird sie noch wichtiger – auch weil du mit Goodies wie Gehaltserhöhung, Firmenwagen und Co. nicht mehr punkten kannst. Die gute Nachricht: Die Arbeitsatmosphäre ist ohnehin wichtiger als das Gehalt. Das finden Studien immer wieder neu heraus – jüngst zum Beispiel die Studie „Arbeitsmotivation 2018“ der ManpowerGroup.

Danke!

Dein Team gibt volle Power, um verlorene Projekte zurückzugewinnen und neue Kunden an Bord zu holen? Ein Dank kostet nichts und bringt viel. Du zeigst damit auf einfache Weise Wertschätzung – und die ist für die Motivation in der Krise ausschlaggebend.

Arbeitsmotivation: Wie dein Team Verantwortung übernimmt

Keine Lust, keine Zeit – und kann das nicht jemand anders machen? So schallt es aus viel zu vielen Unternehmen. Verantwortlichkeiten werden delegiert und schließlich will es niemand gewesen sein. Kommt dir das bekannt vor? Dann ist es Zeit zu handeln.

Fünf Schritte zu mehr Verantwortung

Übernimmt dein Team gar nicht oder nur widerwillig Verantwortung, kann das unterschiedliche Gründe haben: Die Ziele sind unklar formuliert, die Mitarbeiter haben kein Vertrauen in ihren Arbeitgeber, die Arbeit nimmt überhand, Zuständigkeiten sind nicht klar verteilt und / oder die Führungsriege übernimmt selbst keine Verantwortung und lagert sämtliche Zuständigkeiten einfach aus. Das kannst du tun, damit dieses Szenario nicht in deine Arbeitswelt Einzug hält:

Step 1: Geh mit gutem Beispiel voran

Machen und nicht alles delegieren lautet das Motto. Sehen deine Mitarbeiter, dass du selber sehr wohl Verantwortung übernimmt, werden auch sie es lieber tun. Aber übertreibe es nicht. Niemand möchte bei den wichtigen Dingen nur zuschauen und Handlanger-Tätigkeiten ausführen. Führen bedeutet auch delegieren – aber richtig.

Step 2: Formuliere konkrete Ziele

Wer macht was bis wann? Dabei solltest du wissen, welche Skills deine Teammitglieder haben, damit sie genau das tun, was sie gut können. Dann sind sie motiviert und werden bessere Leistung bringen.

Step 3: Groß Denken!

Wer weiß, warum er etwas tut, ist motivierter und wird mehr Verantwortung für ein großes Ziel übernehmen. Daher sollte nicht nur der nächste Schritt im Projekt angegangen, sondern auch klar formuliert werden, wo das Unternehmen in der Zukunft hin will, welche Visionen es hat – und wie die Rolle des Einzelnen dabei aussieht.

Step 4: Freiheit lassen

Eigenverantwortung ist das Zauberwort. „Der Ruf nach freiheitlichem Arbeiten in Deutschland ist stark“: So fasst die Studie „Der Ruf nach Freiheit – innovationsförderliche Arbeitswelten aus Sicht der Arbeitenden“ es zusammen. Nur in einem Umfeld, in dem der Einzelne weitgehende Autonomie leben kann, sind Innovationen möglich – und somit auch unternehmerischer Erfolg.

Step 5: Feedback geben.

Eine offene Feedbackkultur ist die Voraussetzung für zufriedene Mitarbeiter, die gerne gute Leistung bringen – auch weil sie wissen, was von Ihnen erwartet wird. Lobe dein Team, leite es an und kommuniziere offen. Auch darüber, was nicht optimal läuft. Aber bleibe dabei immer konstruktiv. Und: Feedback ist immer gegenseitig. Auch deine Mitarbeiter sollten ein offenes Ohr erhalten. Mit Tools wie kununu engange kannst du schnell und einfach erfassen, wie es um die Stimmung im Team bestellt ist – und was du gegebenenfalls besser machen kannst, damit es mehr Verantwortung übernimmt.

Wie entsteht Teamkultur?

Alle im Boot? Und fühlt sich auch jeder wohl und sicher? Ein Team kann innerhalb eines Unternehmens eine ganz eigene Dynamik entwickeln. Die Führungskräfte sollten deshalb immer ein Auge darauf haben, in welche Richtung sich die Teamkultur entwickelt. Dafür solltest du wissen, wie sie entsteht – nämlich aus diesen Faktoren.
Werte definieren
Jedes Unternehmen hat seine Werte und das Team sollte diese leben. Allerdings schadet es nicht, auch eigene Werte zu definieren, die im Team gelten: offenes Feedback, freundlicher Umgang und vertrauensvolle Zusammenarbeit etwa bringen dich auf dem Weg Richtung Spitzenteam weiter.
Das Ziel festlegen
Wohin soll der Weg gehen und wann wird er erreicht? Wenn alle Mitglieder auf ein Ziel hinarbeiten und wissen, welche Rolle sie dafür einnehmen, stärkst du die Motivation und das Gemeinschaftsgefühl – und du verhinderst, dass Projekte aus der Bahn geraten, weil Verwirrung über die folgenden Schritte herrscht.
Die Einzelleistung betrachten
Wer im Team untergeht, wird niemals die volle Leistung erbringen, sondern im Gegenteil früher oder später frustriert aufgeben. Als guter Teamleader weißt du, was deine Leute können und du förderst und forderst ihre Fähigkeiten.
Leistung feiern
Gutes Teamwork ist Gemeinschaftsarbeit – und die sollte groß geschrieben werden. Dafür darf ruhig gefeiert werden: die ersten Teilerfolge auf dem Weg zum großen Ziel, das gewonnene Projekt, die Steigerung des Umsatzes oder so viele verkaufte Produkte wie noch nie – es gibt viele Gründe, im Team gemeinsam zu feiern und so die persönliche Ebene und die Motivation zu stärken.

Dimensionen von Teamkultur

Erfolgreiche Teams arbeiten gewinnbringend zusammen und haben Spaß an ihrer Arbeit, weil sie erfolgreich sind. Doch wie gelingt das genau? Was muss gegeben sein, damit die Zusammenarbeit klappt und jedes Mitglied sein Bestes gibt? Die gute Nachricht: Es ist nicht allein der Führungsstil, der ein Team zu einem guten Player macht. Vielmehr geht es um ein Zusammenspiel von zahlreichen Faktoren.

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Die Dimensionen der Teamkultur. (Quelle: kulturmanagement.net)

Alle für einen, einer für alle

Eine gute Teamkultur ist aus gemeinsamem Wissen, erlebten Erfahrungen, Arbeitsabläufen und Gewohnheiten gewachsen. Das bedeutet auch: Sie entsteht immer individuell von den Mitgliedern wie von den Führungskräften und lässt sich auch von ihnen verändern. Klappt es in deinem Team nicht perfekt, kann Paul Watzlawick helfen. Der Kommunikationswissenschaftler hat die verschiedenen Dimensionen der Teamkultur herausgestellt. Ob dein Team im Mittelfeld herumdümpelt oder zu den Top-Leadern zählt, hängt demnach von den Dimensionen der Sach- und Beziehungsorientierung unter den Mitarbeitern ab: Eine hohe Sach- und Beziehungsorientierung macht ein Spitzenteam. Fällt nur eine der beiden Komponenten stark aus, ergeben sich eher Zweckgemeinschaften oder sogenannte Kuschelteams – und die bringen keine optimale Leistung. Fehlt beides, kannst Du gleich einpacken: Die „Underarchiever“ sollten ihre Teamkultur komplett neu überdenken.

Sach- und Beziehungsebene: das steckt dahinter

Zur Sachebene gehören die harten Fakten: Ziele, Aufgaben, Arbeitsverteilung im Team, Kompetenzen und Projektschritte sollten definiert und von allen im Team akzeptiert werden. Rangkämpfe sind der Tod einer jeden Teamarbeit.
Die Beziehungsebene ist insbesondere bei der Konfliktlösung interessant. Meinungsverschiedenheiten und Fehler werden bei einer funktionierenden Beziehungsebene erkannt, konstruktiv gelöst – und als Chance gesehen, sich stetig zu verbessern.

Erfolgreiche Teamkultur: das kannst du tun

Die Voraussetzung, dass dein Team in beiden Disziplinen stark ist und an die Spitze gelangt, ist eine gute Führung: offene, regelmäßige und intensive Kommunikation, regelmäßiges Feedback sowie das Wissen um die Fähigkeiten des Einzelnen stehen auf der Liste der Team-Erfolgsfaktoren ganz oben.

Es ist Zeit, ein guter Chef zu werden!

Was also macht einen guten Chef aus? Wie steuert der Manager sein Team, damit es motiviert und erfolgreich bei der Sache ist? Hier kommen sieben Tipps, wie du ein guter Manager wirst.
Tipp 1:
Team first! Dein Team ist der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb solltest du sowohl den einzelnen Mitgliedern als auch der Teamdynamik höchste Aufmerksamkeit schenken. Kennst du die Skills deiner Mitarbeiter – und weißt du, wie du sie fordern und fördern kannst? Nur wenn du das beste aus der Belegschaft herauszuholen weißt, werden sie auch Höchstleistungen bringen. Damit kommen wir zu:
Tipp 2:
Rollen und Spielregeln aufstellen: Wer ist für welche Aufgabe zuständig? Wenn diese Frage im Projekt nicht klar beantwortet werden kann, kommt es unweigerlich zu Konflikten. Die Rollen klar zu verteilen, ist daher eine der wichtigsten Aufgaben des Chefs: Wer leitet das Projekt, wer ist für welche Fachfragen zuständig, wer engagiert sich im Organisatorischen? Damit sich niemand benachteiligt fühlt, gilt es allerdings, zu wissen, wer was kann – siehe Tipp 1.
Tipp 3:
Feedback ist wichtig – und zwar idealerweise von beiden Seiten. Hast du von deinem Team schon seit Monaten keinen Kritikpunkt gehört, machst du wahrscheinlich etwas falsch: bist zu autoritär, die Kommunikationskultur im Team stimmt nicht oder die Ziele sind nicht klar genug gesteckt. So erledigen Mitarbeiter im schlimmsten Fall nurmehr Dienst nach Vorschrift und halten ein Feedback gar nicht mehr für notwendig. Das Team dagegen am Gesamtprozess zu beteiligen, sodass sich etwaige Fehlentscheidungen noch stoppen lassen, stärkt nicht zuletzt auch das Verantwortungsgefühl.
Tipp 4:
Leben und leben lassen: Klare Ziele stecken und sie zu erreichen, ist die Essenz eines erfolgreichen Projekts. Allerdings sind zu rigide Vorschriften, wie das zu machen ist, schädlich. Weitgehende Entscheidungsfreiheit – innerhalb der gesteckten Regeln und Ziele –, fördert dagegen die Kreativität und die Zufriedenheit.
Tipp 5:
Erfolge feiern: Das Projekt hat einen wichtigen Teilerfolg errungen oder der Umsatz wurde gesteigert? Dann ist es Zeit, die Korken knallen zu lassen. Auch kleine Erfolge zu kommunizieren und zu feiern, bewirkt großes – nämlich dass deine Mitarbeiter erkennen, dass sie ein wichtiger Teil des Ganzen sind und ihre Leistungen geschätzt werden.
Tipp 6:
Offen kommunizieren: Wo steht das Team, welche Ziele sind zu erreichen, welche Fehler wurden in der Vergangenheit gemacht, was war erfolgreich? Eine direkte, offene Kommunikation schafft Vertrauen und zeigt, dass das Team voll in Entscheidungen mit eingebunden wird – und das ist wiederum ein Zeichen von Wertschätzung.
Tipp 7:
Coachen und Führen: Es liegt an dir, zu erkennen, wo es gilt, vorhandenes Potenzial im Team zu fördern und eventuelle Wissenslücken zu beheben. Weiterbildungen, Coaching und das Fördern der Karriere sind wichtige Schritte, um die besten Köpfe im Unternehmen zu halten – und sie bergen das Potenzial, aus Rohdiamanten High-Potentials zu machen.

Wenn das Team entscheidet: Potenziale und Gefahren

Entscheidungen im Alleingang, über alle Köpfe hinweg, haben ausgedient. Stattdessen sind gemeinschaftlich ausgetüftelten Strategien oftmals der erfolgreichere Weg. Allerdings gilt es dabei, einige Regeln zu beachten, denn nicht immer treffen Teams tatsächlich die besseren Entscheidungen – vielmehr ruhen sich die Teammitglieder viel zu oft auf den Leistungen der anderen aus. Und wenn das alle machen, bringt letztendlich niemand mehr volle Power.

Pro Team!

Große Entscheidungen verlangen nach vielen Blickwinkeln und die kann ein Einzelner nicht einnehmen. Deshalb können Teamentscheidungen durchaus große Potenziale haben – wenn sie in einem kreativen, offenen und fairen Umfeld getroffen werden. Hat jeder dasselbe Mitspracherecht, werden die individuellen Skills des Einzelnen geschätzt und Schwächen mit konstruktivem Feedback und Coachings gelöst, herrscht ein Klima der Wertschätzung und des Vertrauens. Identifizieren sich alle mit der gemeinsam getroffenen Entscheidung, bringen sie mehr Einsatz zur Ausführung und stehen mit ihrer Verantwortung dahinter.

Die dunkle Seite der Demokratie

Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille und die lautet: Viele Köche verderben den Brei – nämlich dann, wenn es nicht mehr um das Ziel geht, sondern um Selbstdarstellung. Wenn persönliche Differenzen in Teamentscheidungen getragen werden und sich Meetings über viele zähe Stunden hinziehen. Das kostet Zeit, Ressourcen, die für Kundenpflege, Akquise und für neue Ideen fehlen, und somit viel Geld. Und was, wenn sich die demokratische Entscheidung als Fehler herausstellt?

Mehr Team, mehr Chef

Mehr Team bedeutet nicht automatisch weniger Chef. Die Führungskraft ist weiterhin gefragt – als Moderator, der zur Not auch einmal auf den Tisch haut, der erfolgversprechende Ideen von Visionen unterscheidet, das Team motiviert und ein offenes, kollegiales Klima bewahrt. Dann kann sich ein erfolgreiches Team entwickeln, das gemeinsam auf ein Ziel hinarbeitet.

Mit engagierten Teams den Unternehmenserfolg steigern

Offenheit, klare Rollenverteilung, gegenseitiges Feedback, weitgehende Handlungsfreiheit des Einzelnen und Kompetenzen fördern: Das sind die wichtigsten Eckpfeiler für eine erfolgreiche Führung. Dass sie zum Erfolg führen, zeigt etwa die Studie „Führungsbarometer 2017: die strategische Rolle des mittleren Managements“ der Penning Consulting Group. Sie fand heraus, dass in engagierten Unternehmen ein ebensolches Umfeld herrscht: Mitarbeiter können die Ziele der Firma klar nachvollziehen, verfügen über notwendige Kompetenzen, mit entscheiden zu dürfen, und erkennen ihren eigenen Beitrag zum Gesamtergebnis. Die Führungsriege in diesen Unternehmen versteht sich als Coach und Unterstützer, gibt regelmäßiges Feedback und genießt das Vertrauen der Belegschaft.

Sei ein guter Chef: Der „einsame Wolf“ hat ausgedient

Die Studie zeigt auch: Nur im Team lassen sich Erfolge generieren. Ein Manager, der sämtliche Aufgaben alleine erledigt, wird an seine Grenzen stoßen. Agiert er dagegen als Vermittler und Coach und steuert die Aufgaben seiner „besten Köpfe“, wird gemeinsam erreicht, was ein Einzelner insbesondere angesichts der zunehmenden Komplexität von Projekten – Stichwort: Digitalisierung – heute kaum noch leisten kann.


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