“Ich hab mir zum ersten Mal in meinem Leben eine HR-Abteilung gewünscht.”

  • Quang
  • Mai 15, 2020
  • 10 min

Dass diese Aussage in Zeiten der Corona-Krise fällt, ist kein Zufall. Zwar müssen sich HR-Teams aktuell einer doppelten Herausforderung stellen: Zum einen müssen sie wie jedes andere Team auch den Umzug ins Home Office bewältigen. Zum anderen müssen sie anderen Abteilungen als Umzugshelfer zur Seite stehen und dafür sorgen, dass auch im Remote Setting ein Arbeitsumfeld herrscht, das Produktivität und Motivation befördert.

Doch trotz der doppelten Herausforderung haben sie im Vergleich zu anderen Teams einen naturgemäßen Vorteil: Anders als bei anderen Abteilungen haben HR-Kräfte ohnehin die Tendenz zum Über- statt Unterkommunizieren, zum genauen Hinhören und Zwischen-den-Zeilen-lesen – Qualitäten, die für effektives dezentrales Arbeiten Gold wert sind. Was andere von HR-Teams lernen können, wie unser HR-Team mit der aktuellen Situation umgeht und von wem das oben genannte Zitat stammt erfährst Du in diesem Blog-Beitrag.

Wo liegen die Herausforderungen?

 

Recruiting, Onboarding, Vermitteln, Zuhören und Verstehen, Vertrauensperson(en) – die Aufgaben für und Anforderungen an HR sind vielfältig. Als menschliche Seismographen lesen sie Schwingungen beim Flurfunk, Team-Meeting und bei der täglichen Kommunikation und erhalten so Einblick in das aktuelle Stimmungsbild und persönliche Befinden der Mitarbeitenden.

Das Büro ist das natürliche Wirkungsfeld von HR – die Umstellung auf Remote Work ist somit einerseits Neuland, die zentrale Herausforderung bleibt andererseits die gleiche: Wie organisiert man ein Arbeitsumfeld und eine Unternehmenskultur, in der sich Mitarbeitende produktiv einbringen?

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Schwingungen? Fehlanzeige.

Auch wenn Leadership naturgemäß bei Führungskräften liegt, ist in Zeiten von Corona die Expertise von HR gefragt, um den Umzug ins Home Office möglichst angenehm zu gestalten. Besonders in Krisenzeiten können neuralgische Punkte in der Unternehmensorganisation zum Vorschein kommen, die bei fehlender Vermittlungsarbeit durch HR das Betriebsklima negativ beeinflussen können.

Katja Nettesheim, Expertin für Digitale Transformation in Unternehmen und Gründerin und Geschäftsführerin ihres Unternehmens _MEDIATE, hat sich bei der Umstellung auf Remote Setting noch nie so sehr eine HR-Abteilung gewünscht, wie sie im New Work Podcast verrät (ab 27:35):

Welche Herausforderungen durch den Umzug ins Home Office für Leadership entstehen,  erfährst du in diesem Blog-Beitrag.

Nicht alle sind für’s Home Office gemacht

 

In jedem Unternehmen arbeiten unterschiedliche Charaktere. In Unternehmen, die bereits seit längerem im Home Office anbieten, haben sich vermutlich bereits vor der Corona-Krise Fraktionen von passionierten Büro-GängerInnen und Remote Workers herausgebildet. Während sich für letztere somit kaum etwas ändert, fehlt anderen die Struktur, die vorgegebene Routine oder schlicht ein geeigneter Arbeitsraum außerhalb der eigenen vier Wände. Daraus ergeben sich für HR konkrete Aufgabenfelder mit Handlungsbedarf:

  • Wie halten wir die Mitarbeitenden in das Unternehmen involviert – sowohl hinsichtlich Produktivität als auch Emotionalität?
  • Wer benötigt Hilfe im Home Office, wer kommt mit den fehlenden Rahmenbedingungen problemlos zurecht?
  • Wie greifen wir Mitarbeitenden unter die Arme, deren Arbeitsgewohnheiten auf physische Kopräsenz geeicht sind und die sich im Home Office isoliert fühlen?

Auch das Zwischenmenschliche bedarf einer Übertragung in Remote Settings. Wo der persönliche Austausch über das vergangene Wochenende, die neuesten Cafés oder dem spontanen Teilen von Anekdoten sonst oft zwischen produktivitätsfördernder Verschnaufpause und willkommener Ablenkungsgelegenheit changiert, erweist sich das persönliche Bürogezwitscher im Remote Setting als umso wichtiger für ein kollegiales und angenehmes Betriebsklima.

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Das natürliche Habitat des Homo bürosiensis – jetzt auch artifiziell erhältlich.

Wer nicht nur den gemeinsamen Kaffeeklatsch, sondern auch das Grundrauschen der Büroatmosphäre vermisst, der wird übrigens bei I Miss the Office fündig. Die Existenz der Seite illustriert eindrücklich, wie natürlich vielen das gewohnte Arbeitsumfeld im Büro ist und wie schmerzlich es einigen fehlt, sobald es wegfällt. Telefonierende KollegInnen, stampfende Locher und rumorende Kopierer inklusive.

Experimentierfreude zahlt sich aus

 

Doch welche konkreten HR-Maßnahmen können in der jetzigen Situation ergriffen werden? Mit Corona ist der vermutlich größte denkbare und gleichzeitig völlig unvorhersehbare externe Schock seit Jahrzehnten eingetreten. Die Auswirkungen lassen sich von der höchsten gesellschaftlichen, volkswirtschaftlichen und politischen bis zur mikrosozialen Ebene durchdeklinieren.

Das reflexhafte Zurückgreifen auf lehrbuchartige Handlungsschablonen ist einerseits verständlich, andererseits sollten HR-Teams auch die (Un)Gunst der Stunde nutzen, um aus einer Not eine Tugend zu machen und neue kreative Wege des HR-Managements zu beschreiten.

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Ebenso Leidtragender der Corona-Krise: der Stressball.

Unser HR-Team beispielsweise hält Daily Check-Ins und Check-Outs ab, um trotz dezentralen Arbeitens einen gemeinsamen zeitlichen Rahmen zu setzen. Dabei geht es weniger um Kontrolle, sondern stattdessen darum, den Arbeitsalltag nachzusimulieren. Statt des floskelhaften “Wie geht’s?” überlegt sich in täglicher Rotation ein Teammitglied eine persönliche Frage für die Runde wie beispielsweise…


  • “…welches Gimmick verwendest du im Home Office am häufigsten und wie stehst du dazu?”

  • “…was ist aktuell deine Lieblingstasse?”

  • “…was war das Außergewöhnlichste, das du je gegessen hast?”

Gerade für neue und schüchterne Mitarbeitende im Unternehmen ist dies eine niedrigschwellige Gelegenheit, um eine persönliche Ebene zu ihren KollegInnen aufzubauen und den ganz normalen Menschen hinter dem Jobtitel zu sehen.

Da man sich in präcoronalen Zeiten außerdem darauf verlassen konnte, dass Neuankömmlinge mit jemandem aus dem Büro zur Kaffeepause oder zum Lunch gehen und so Anschluss finden, bietet sich das Teilen von persönlichen Schrulligkeiten bei Check-Ins vorzüglich als Eisbrecher an – auch und vor allem im Remote Setting.

Und: Ohne Corona hättest Du vermutlich nie erfahren, dass Deine langjährige Kollegin schon mal Kellerasseln probiert hat oder Dein Teamlead eine Nicolas-Cage-Tasse hat. Ausprobieren lohnt sich also!

Mehr Daten, weniger Bauchgefühl mit kununu engage

Mit kununu engage erhaltet ihr als HR-Team den seismographischen Software-Assistenten an die Hand. Dank eines wissenschaftlich fundierten Fragenkatalogs, datengetriebenen Feedback-Analysen und einfacher Datenverarbeitung seid ihr nicht nur in der Lage, Einsicht in ein aktuelles Stimmungsbild zu gewinnen.

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Erkenne mit unserer datengetriebenen Feedback-Software Trends und Entwicklungen.

Mit der Gruppenfunktion von kununu engage könnt ihr gezielt das Befinden spezifischer Teams in eurem Unternehmen unter die Lupe nehmen und daraus gezielte Maßnahmen ableiten. Euer geschultes Bauchgefühl wird so mit Datenmaterial unterfüttert, mit denen sich Entscheidungen leichter rechtfertigen lassen. Die Key-Features sind:

  • In der kununu engage Umfrage wird anhand verschiedener Dimensionen der Unternehmenskultur wie Work-Life-Balance, Vorgesetztenverhalten oder Arbeitsbedingungen die Stimmung abgefragt. Das stetige Feedback hilft dabei, Trends zu erkennen und mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu antizipieren.
  • In den Insights werden alle Ergebnisse und Daten übersichtlich aufbereitet. Wie läuft es beim Controlling, wie im Marketing-Team? Wie stehen Teams im Unternehmensdurchschnitt da? Wie entwickelt sich die Work-Life-Balance seit der Umstellung aufs Home Office? Aus den Insights lassen sich effektive HR-Maßnahmen ableiten.
  • Im Topics-Board können sich alle im Unternehmen einbringen und in Austausch treten. Anhand von Emojis, Up- und Downvotes zu Themen lassen sich die heißen Themen identifizieren und mit ins nächste Meeting nehmen.

 

Zudem könnt ihr über ein Abstimmungsfeature im Topics-Board spielend leicht gemeinsam Entscheidungen treffen oder abseits ernster Arbeitsthemen niedrigschwellig ins Gespräch kommen.

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Joe Exotic oder doch King George VI.?

Ein weiterer Vorteil: kununu engage ist browser-basiert und unkompliziert einzurichten – ganz ohne VPN-Tunnel. So haben HR-Teams innerhalb weniger Minuten eine passende Infrastruktur für ihre Feedback-Strategie angelegt.

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Wie auch viele andere Unternehmen möchten wir uns während dieser Krise für Kooperation einsetzen. Die aktuelle Zeit ist trotz Einschränkungen und Entbehrungen auch eine Zeit, in der Not erfinderisch macht und Experimentierfreude belohnt werden kann. Wir bieten daher kununu engage für Neukunden bis zum 30.06.2020 gratis an.

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