Employer Branding Strategien – der Weg zum Employer of Choice

  • Mirko
  • Juli 17, 2018
  • 7 min

Die Worte demographischer Wandel, Fachkräftemangel und Personalmarketing sind momentan in aller Munde. Junge Arbeitnehmer werden händeringend gesucht – und genau das stellt viele Unternehmen vor die Herausforderung, sich für potenzielle Bewerber attraktiv zu positionieren. Wie du den Weg zum Employer of Choice effizient gestalten und innovative Employer Branding Maßnahmen etablieren kannst, erfährst du hier.

Starke Marken bleiben in Erinnerung – und zwar auch potenziellen Mitarbeitern. Wenn dein Unternehmen nicht unter ferner liefen am Markt vor sich hin dümpeln und aus purem Zufall gute Mitarbeiter an Land ziehen möchte, ist es Zeit, in entsprechende Strategien zu investieren. Employer Branding bezeichnet alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dein Unternehmen als Marke zu etablieren und als attraktiven Jobgeber zu präsentieren. Daher spielt Für das Employer Branding auch für die spätere Mitarbeiterbindung bzw. Retention Management eine wichtige Rolle.

Was bedeutet Employer of Choice eigentlich?

Begriffe wie Employer of Choice, Employer Branding und War for Talents werden oft wild durcheinander geschmissen. Um den Überblick zu behalten, findest du im Folgenden eine kurze Übersicht zum Fachwortchaos:

  • War for Talents: Der Begriff beschreibt den Fachkräftemangel und den daraus resultierenden Wettbewerb um gute Mitarbeiter – denn diese sind oft entscheidend für den Unternehmenserfolg.
  • Employer of Choice: Um sich im Wettbewerb von Konkurrenzunternehmen abzuheben und Mitarbeiter zu rekrutieren muss das Unternehmen attraktiv für Arbeitnehmer sein. Ein Employer of Choice ist also ein Wunscharbeitgeber für Bewerber oder Mitarbeiter. Die Turnover-Rate ist dementsprechend niedrig.
  • Employer Branding: Unternehmen konzentrieren sich auf verschiedene Marketingmaßnahmen um zum Wunscharbeitgeber zu werden. Dabei werden nicht nur potenzielle Bewerber, sondern auch aktuelle Arbeitnehmer berücksichtigt. Da besonders die Generationen Y und Z angesprochen werden sollen, spielen Social Media eine immer entscheidendere Rolle.

Employer Branding – so begeisterst du Arbeitnehmer und Bewerber

Mitarbeiter wollen und sollen sich im Unternehmen wohlfühlen. Wichtig dafür sind Bedingungen, die ihre Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigen und ernst nehmen. Diese Bedürfnisse und Wünsche können im Wesentlichen in zwei Kategorien unterteilt werden: objektiv und symbolisch. Unter objektiven Merkmalen kannst du dir Bedürfnisse wie eine gute Bezahlung, aber auch Förderungen und Weiterbildungen sowie Benefits wie Home Office oder ein Firmenhandy vorstellen. Symbolische Merkmale sind hingegen nicht greifbar. Sie beinhalten beispielsweise die Unternehmenskultur sowie die Marktstärke und die Innovationskraft.

Weiterhin ist Authentizität ein ausschlaggebender Faktor. Wer ein Employer of Choice werden möchte, muss sich zunächst bewusst machen, wer er ist. Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen oder auch Mitarbeiterbefragungen helfen dabei, ein realistisches Bild zu gewinnen und somit auch an die Bewerber zu vermitteln. Die selbstkritische Betrachtung erleichtert weiterhin auch den direkten Vergleich mit Wettbewerbern. Ein wichtiger Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden sollte – denn laut Beratungsunternehmen Gallup hat hierzulande bereits jeder fünfte seinen Job innerlich gekündigt.

Für eine erfolgreiche Employer Branding Strategie sind drei Fragen zentral:

  • Wie wird deine Firma wahrgenommen?
  • Mit welchen Werten wird sie verbunden?
  • Und darauf aufbauend: Welche Mitarbeiter passen zu dir?

Vor allem der dritte Punkt ist wesentlich: Das Employer Branding zielt darauf ab, die besten Köpfe zu finden, die zu den Werten der Firma passen und somit auch gerne dort arbeiten. Das senkt die Fluktuationsrate – und das Thema Fachkräftemangel ist, wenn alles gut läuft, mit einer geschickten Employer Branding Strategie kein Thema mehr.

Bleib dir treu!

Damit das gelingt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten: von flexiblen Arbeitszeiten über eine Designer-Büroeinrichtung bis zum Gesundheitsmanagement mit Sportangeboten und Co. Allerdings reicht ein willkürlich zusammengestelltes Maßnahmenpaket nicht aus. Ein Image muss sich entwickeln, mit der Firma und seinen Mitarbeitern wachsen – und kann nicht von oben beschlossen werden. Alle Strategien stehen daher unter einem Motto: Authentizität. Nur wer echt ist, kann die richtige Zielgruppe ansprechen und wird als glaubwürdig wahrgenommen. Welche Unternehmenskultur vertrittst du, welche Werte sind zentral und was macht dein Unternehmen besonders? Diese Fragen solltest du klar beantworten können. Dann sind entsprechende Maßnahmen echt und passen zum Image.

Die Richtigen anziehen

Zeigt sich deine Firma jung, mutig und innovativ? Mitarbeiter an, die etwas wagen und um die Ecke denken, sind deine Zielgruppe. Und diese dürften sich auch für Goodies bzw. Benefits wie Kickertische, Sport-Events und Teambuilding beim Rafting interessieren. Oder baust du lieber auf langsames Wachstum? Erfahrene High Potentials, die langfristig denken, fühlen sich davon mit Sicherheit angesprochen – und freuen sich über Weiterbildungsmaßnahmen und Coachings. Um die Richtigen anzusprechen, solltest du eben auch wissen, was diese von einem Arbeitgeber erwarten. Jüngere Mitarbeitern ist etwa eine ausgewogene Work-Life-Balance wichtiger als Älteren, die zum Beispiel eher Wert auf Gesundheitsangebote legen. Hast du dein Recruiting optimiert, bewerben sich auch die passenden Mitarbeiter bei dir – ob kreative Querdenker oder konservative Leistungsträger.

Social Media sinnvoll nutzen und den Nachwuchskräfte gewinnen

Social Media bieten dir einen hohen Mehrwert und sollten dringend in deine Recruitung-Strategie aufgenommen werden. Ein wichtiger Vorteil ist dabei unter anderem die langfristige Bindung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Regelmäßige Aktivität auf Portalen wie Facebook, Instagram und Twitter hilft dabei, die Stärken des Unternehmens zu kommunizieren. Auch auf bereits angestellten Mitarbeiter übt das Social Media Recruting einen positiven Einfluss aus, denn so steigt häufig die Identifikation mit dem Unternehmen.

Denn viele Unternehmen bieten bereits sehr guten Rahmenbedingungen, stellen diese aber nicht öffentlich genug dar. Der alleinige finanzielle Aspekt reicht heutzutage vielen Bewerbern nicht mehr aus. Sie wollen sich selbst verwirklichen und den Traumjob finden. Ein gutes Betriebsklima, ein kollegiales Miteinander, aber auch ein ansprechender Arbeitsplatz sind Inhalte, die du zum Beispiel durch Bilder von Mitarbeiterausflügen oder Links zu Workshops kommunizieren kannst.

Kurz und knapp – die wichtigsten Informationen auf einen Blick

Ein Employer of Choice zu werden ist nicht leicht: Auf dem Weg sind Ehrlichkeit, Authentizität, aber auch interne Veränderungen gefragt. Am wichtigsten sind dabei die Fragen „Wer ist deine Zielgruppe?“, „Was möchte dein idealer Bewerber und was kannst du liefern?“ und „Welche Maßnahmen würdest du ergreifen, um Bewerber zu gewinnen und Mitarbeiter dauerhaft zu halten?“.

Wie schlägt sich also dein Unternehmen?

Bewerber, die ihren Wunscharbeitgeber gefunden haben und sich Hilfe beim Bewerbungen schreiben lassen wünschen, sind bei richtiggutbewerben.de genau richtig. Das junge Online-Start-up unterstützt Bewerber beim Verfassen der optimalen Unterlagen und erleichtert so auch den Unternehmen den Bewerbungsprozess.

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