Digitale Feedbacktools: Keine Macht der Skepsis

  • AJ
  • Oktober 9, 2018
  • 7 min

Viele HR-Manager und Führungskräfte warten lieber empirische Auswertungen ab, bevor sie auf Software und digitale Tools im Feedbackprozess setzen. Die Mutigen aber werden mit Aufrichtigkeit, zufriedenen Mitarbeitern und einer produktiven Arbeitsatmosphäre belohnt. Welche Vorteile digitale Feedbacktools bringen und was sie können müssen, damit der Durchbruch im Unternehmen gelingt, wird hier dargelegt.

Warum es endlich Zeit für digitale Feedbacktools ist

Digitalisierung ist auf dem Vormarsch – und doch ist sie nicht jedem recht: Die meisten Führungskräfte sehen zwar die positiven Möglichkeiten durch die digitale Transformation, aber gleichzeitig wird Digitalisierung als eine Bedrohung wahrgenommen. Dies belegt beispielsweise eine aktuelle Erhebung des „Digitalbarometers“, die im Auftrag des Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmens TPA durchgeführt wurde. Demnach sei der Arbeitsalltag der Manager und Managerinnen durch die Digitalisierung generell schneller geworden. Mehr als ein Viertel der Befragten fügt diesbezüglich hinzu, von der digitalen Informationsflut gar überfordert zu sein.

Neben dieser Beobachtung hält sich hartnäckig eine zweite Befürchtung – nämlich, dass die Feedbackgespräche zwischen Mitarbeitern und Führungskräften sowie die klassische Mitarbeiterbefragung durch den Einsatz von digitalen Feedbacktools obsolet werden. Und so warten viele Entscheider lieber Erfahrungsberichte und empirische Erhebungen ab, bevor sie auf Softwarelösungen setzen. Eine vertane Chance.

Die Entwicklung einer innovativen und responsiven Feedbackkultur

Denn diese Befürchtungen sind etwas zu vorschnell gedacht. Moderne Instrumente eignen sich hervorragend dazu, neue Probleme umgehend aufzuzeigen, sodass bei Bedarf schnell entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Richtig eingesetzt bergen digitale Tools im Feedbackprozess also ein unfassbar großes Potenzial für die Entwicklung einer einzigartigen, innovativen und responsiven Unternehmenskultur.

Der Status Quo belegt, dass viele Unternehmen immer noch auf „klassische“ Mitarbeiterbefragungen setzen. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es aber nicht mehr von der Hand zu weisen, dass diese nicht mehr zeitgemäß sind. Der gesamte Prozess der Planung und Durchführung der Befragungen nimmt enorm viel Zeit in Anspruch, sodass die Evaluationsergebnisse meist erst Wochen oder Monate später an die entsprechenden Mitarbeiter mitgeteilt werden können. Also viel zu spät für die Schnelllebigkeit von heute. Denn wer erinnert sich denn noch an die Themen, die vor drei Wochen aktuell waren? So kann es leicht passieren, dass die Probleme bereits abgearbeitet oder gelöst worden sind und die Ergebnisse keinen Mehrwert mehr bieten.

Schlussendlich führen diese Faktoren dazu, dass die Mitarbeiter keine Motivation mehr verspüren, weder an den Befragungen noch an den Arbeitsprozessen aktiv und engagiert teilzunehmen. Mit fatalen Folgen. Laut Gallup Engagement Index sind nur noch 15 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland engagiert. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift oder hat innerlich bereits gekündigt. Ein Umstand, der mithilfe von regelmäßigen Feedbacks und kontinuierlichem Austausch leicht vermieden werden könnte.

Digitale Tools: Transparenz und Partizipation

In vielen Unternehmen ist eine erfolgreiche und reibungslose Zusammenarbeit ohne digitale Tools glücklicherweise bereits undenkbar geworden: Sind Teams auf mehrere Standorte verteilt, wie es in global agierenden Unternehmen heutzutage üblich ist, können regelmäßige, zeitnahe Feedbacks und Stimmungsbilder durch klassische Instrumente so gut wie gar nicht zielführend erhoben werden.

Willst du deine Mitarbeiter also langfristig an dein Unternehmen binden, motivieren und ihr Engagement fördern, solltest du darauf achten, auch bei den Feedbackprozessen anzusetzen und diese an die veränderte, digitalisierte Unternehmenswelt anzupassen. Die Einführung von agilen Feedbacktools sollte schrittweise erfolgen. Es gilt: Veränderungen brauchen Zeit. Eine Unternehmenskultur lässt sich nicht von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellen.

Agilität ist A und O

Hinsichtlich modernisierter Feedbackprozesse sind vor allem Transparenz und Partizipation für den Erfolg in der Umsetzung entscheidend. Jeder einzelne deiner Mitarbeiter sollte als wichtiger Bestandteil in dein Unternehmen integriert sein und das Gefühl haben, einen bedeutenden Beitrag zu dessen Performance und Innovationsfähigkeit zu leisten.

Um in der unberechenbaren und komplexen VUCA-Unternehmenswelt gut performen und tatsächliche Verbesserungen bringen können, sollte die wichtigste Eigenschaft von modernen Feedbacktools allem voran Agilität sein. Der Begriff der VUCA-Welt setzt sich dabei aus den Begriffen „volatile“, „uncertain“, „complex“ und „ambiguous“ zusammen, welche die heutige Arbeitswelt in der globalen und digitalen Wirtschaft in ihrem Kern beschreiben.
Feedbacktools müssen deshalb nicht nur zeitlich und inhaltlich, sondern auch hinsichtlich der befragten Personen und untersuchten Prozesse individuell und flexibel anpassbar sein.

Was kann modernes Feedback leisten?

Moderne Feedbackmöglichkeiten zeichnen sich dadurch aus, kurze und konstruktive Rückmeldungen direkt im Anschluss an einen Prozess oder eine Leistung proaktiv einzufordern beziehungsweise abzugeben. Das kann sowohl per Computer als auch mobil via Smartphone erledigt werden. Großer Vorteil ist hier, dass auch bei dringenden Entscheidungen schnell die Meinungen deiner Mitarbeiter abgefragt und ausgewertet werden können – ein einfacher und direkter Weg, die treibenden Kräfte deines Unternehmens in wichtige Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen.

Außerdem eignen sich jene Tools hervorragend dazu, das Stimmungsbild via Pulsbefragungen innerhalb deiner Belegschaft einfach und kontinuierlich zu erheben. Dazu werden relevante Themen über einen bestimmten Zeitraum regelmäßig abgefragt und anschließend im Zeitverlauf analysiert. Zeichnen sich dann bereits kleine Probleme oder leichte Diskrepanzen ab, ist es schnell möglich, Maßnahmen zu setzen, um entsprechend gegenzusteuern.

Das Fazit

Digitale Feedbacktools lassen sich gut mit analogen Prozessen und persönlichem Austausch kombinieren. So bilden sie eine unverzichtbare Basis für die langfristige Weiterentwicklung einer fortschrittlichen Unternehmenskultur – sei es nun in der Produktion, im Handel oder auch in der Dienstleistungsbranche.

Mit kununu engage kann auch die klassische Mitarbeiterbefragung sinnvoll ergänzt werden. In nur wenigen Minuten können ganz einfach das Stimmungsbild und die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Job, mit Projekten oder Prozessen im Unternehmen aufgezeigt werden. Die Auswertung übernimmt dabei die Software.

Zudem besteht die Möglichkeit, völlig anonym Themen oder Ideen aufzugreifen und vorzustellen, die über Votings von der gesamten Belegschaft in deren Relevanz eingestuft werden können. Vorteil hierbei liegt in der tagesaktuellen oder wöchentlichen Auswertung der Themen – so können Probleme sowie Potenziale zeitnah und flexibel erfasst und bearbeitet werden, um als Unternehmen in der VUCA-Welt erfolgreich zu bestehen.

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