Die digitale Feedback-Revolution

  • Mirko
  • Juli 20, 2018
  • 9 min

Digital ist besser – und das gilt auch für Feedback im Unternehmen. Wenn du jetzt meinst, das persönliche Feedbackgespräch soll durch Roboter ersetzt werden, kannst du dich beruhigt zurücklehnen. Allerdings ist es auch ein Irrtum zu glauben, erfolgreiche Feedback-Maßnahmen und -Strategien ließen sich ohne digitale Hilfe durchsetzen. Im Gegenteil: Das Zusammenspiel von digitalen Prozessen und persönlicher Gesprächskultur hat unschlagbare Potenziale.

Die digitale Transformation braucht Feedback

Alle reden von der digitalen Transformation, von flexiblen Arbeitsformen und agilen Teams, die um die Ecke denkend innovative Ideen entwickeln. Von dezentralen Arbeitsplätzen, die mithilfe digitaler Lösungen erst möglich werden. Die schöne neue Arbeitswelt hält jede Menge Möglichkeiten bereit, die sich jedoch nur mit einer klaren Strategie voll ausschöpfen lassen. Wo die Führungskräfte angesichts digitaler Lösungen umdenken müssen, das Top-Down-Prinzip flachen Hierarchien weichen muss und eine Präsenzkultur der Vertrauensarbeitszeit weicht, müssen auch Feedback-Strategien neu gedacht werden.

Zum einen benötigt die digitale Transformation in jedem Unternehmen eine starke Feedbackkultur. Wie jeder Wandel ist die Umstellung von analogen auf digitale Arbeitsweisen mit Unsicherheiten verbunden: Neue Arbeitsformen, neue Denkansätze, neue Zuständigkeiten werden vergeben und lassen viele Mitarbeiter mit Fragen zurück.

Zum anderen ist kein umfangreiches Feedback der Belegschaft in groß angelegten Fragebögen oder stundenlangen Meetings gefragt, sondern – ganz in der digitalen Tradition – schnelle Rückmeldung von beiden Seiten. Zum Beispiel mit digitalen Feedback-Tools wie kununu engage: Nur wenige Minuten am Tag wenden Mitarbeiter auf, um schnell Rückmeldung zu ihrer Zufriedenheit mit dem Job, mit Projekten oder anderen ihnen wichtigen Faktoren im Unternehmen zu geben. Gleichzeitig können Mitarbeiter anonym Themen oder Ideen erstellen, die für alle sichtbar sind und von allen Nutzern anonym per Voting unterstützt werden können. Die Auswertung kann nach Bedarf tagesaktuell oder wöchentlich erfolgen und zeigt so schnell und übersichtlich eventuelle Probleme und Potenziale auf.

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Digitale Feedback-Tools geben Mitarbeitern die Chance, sich aktiv an der Unternehmenskultur zu beteiligen und helfen Unternehmen dabei, die Mitarbeitermotivation und das Engagement zu steigern.

So werden Stimmungen im Team sichtbar, Strukturen transparent gemacht und Lösungen sind im besten Fall plötzlich zum Greifen nah. Damit das digitale Feedback bei der Verbesserung des Arbeitslebens helfen und Unternehmen erfolgreicher machen kann, sollten diese Vorteile vor dem Start mit einer neuen Software offen vom Arbeitgeber kommuniziert werden. Es braucht eine Strategie, wie mit den Themen umgegangen wird – nur dann sind die Mitarbeiter auch bereit, sich aktiv zu beteiligen.

Potenziale, Vor- und Nachteile von digitalem Feedback

Im digitalen liegt zwar die Zukunft – doch damit haben analoge Strukturen längst nicht ausgedient. Im Gegenteil: Der Mix macht´s.

Fixes Feedback ermöglichen

Schnelle Rückmeldung funktioniert am besten mit flexiblen digitalen Tools. Mit denen können auch der Außendienst, die Mitarbeiter im Home Office und die digitalen Nomaden mal eben rückmelden, was beim Projekt gut oder schlecht lief oder Verbesserungsvorschläge direkt weitergeben. Ohne lange Wege, ohne Vorbereitung, ohne Fragebögen. Wer always on ist, möchte auch beim Feedback keine Verzögerung in Kauf nehmen – und aufwendige Prozesse können, gerade wenn es um knackige Kommentare geht, einfach nerven. Im schlimmsten Fall behält der Mitarbeiter sein Feedback für sich, wenn es ihm zu kompliziert wird.

Transparente Prozesse

Wo schnelle Rückmeldung überall möglich ist, herrscht auch Transparenz – jedenfalls im Idealfall. Die Ergebnisse von Befragungen sollten sich von jedem einsehen lassen. Kommentare der Chefetage sind erwünscht, zudem sollte diese auch nicht hinter´m Berg damit halten, welche Maßnahmen anhand des Feedbacks ergriffen werden. Das stärkt nicht zuletzt eine Unternehmenskultur, in der eine offene Kommunikation gelebt wird.

Das Gespräch bleibt

Analog muss jedoch immer noch sein. Und zwar dort, wo es um komplexere Prozesse geht, wie beim vierteljährlichem Gespräch mit dem Mitarbeiter, in dem neue Positionen und ein Gehaltssprung diskutiert werden. Oder wenn im Team die Ergebnisse des Projekts besprochen werden, es um Erfolge, Misserfolge und die (mittelfristigen) Quartalsziele geht. Dann ist das persönliche Gespräch durch nichts zu ersetzen. Die direkte Kommunikation kann ganz neue Sichtweisen aufdecken und der Zusammenarbeit in diesem Fall mehr dienen als digitales Feedback.

Mehrarbeit durch digitales Feedback?

HR-Abteilungen und Führungsriegen schrecken vor digitalem Feedback nicht zuletzt deshalb häufig zurück, weil sie den Mehraufwand scheuen: Die Ergebnisse müssen ausgewertet werden und es sollte stets jemand ein Auge auf das täglich genutzte Feedback-Tool haben. Allerdings ist der Aufwand tatsächlich überschaubar – schließlich übernimmt die Software bereits einen großen Teil der Auswertung und gibt automatisiert Stimmungsbilder und Tendenzen übersichtlich aufbereitet aus. Zudem ist es weit weniger aufwendig, regelmäßige Reportings zu checken und mögliche Probleme direkt aus dem Weg zu schaffen, als umfangreiche Meinungsumfragen am Ende eines Jahres zu starten. Für manchen unzufriedenen Mitarbeiter kann es dann schon zu spät sein und Probleme im Projekt sollten ohnehin frühzeitig geklärt werden.

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Potential erkennen und umsetzen: Feedback-Tools generieren und bereiten alle notwendigen Daten übersichtlich auf. Damit erkennst du ganz leicht, was im Team gut läuft – und was nicht.

Abteilungsübergreifende Potenziale

Wenn einer nicht weiß, was der andere tut, ist das Scheitern programmiert: Das gilt für Abteilungen, die eigentlich zusammen arbeiten sollen, ebenso wie für Fach- und HR-Abteilungen. Letztere weiß häufig noch viel zu wenig über die Stimmung im Unternehmen und über die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Das kann fatale Folgen für die Personalentwicklung und das Recruiting haben – wenn HR nicht weiß, dass es in einer Abteilung an Wissen oder Personal fehlt. Digitales Feedback schafft Abhilfe: Stimmungen und Tendenzen können auch von der Personalabteilung direkt abgerufen werden und es lassen sich schnell und unkompliziert Maßnahmen ergreifen: Schulungen, Workshops oder die Einstellung neuer Kollegen können so direkt von HR in Angriff genommen werden. Allgemein steigern digitale Feedback-Tools die Zufriedenheit und das Engagement, weil die Teilnehmer direkt auf die Kultur im Unternehmen und auf Arbeitsprozesse nehmen können. Engagierte Mitarbeiter sind wiederum wertvoller für das Unternehmen – eine klare Win-Win-Situation.

Methoden und Wege von digitalem Feedback

Digital ist nicht gleich digital. So wie beim analogen Feedback hält auch die digitale Welt eine Auswahl möglicher Methoden vor. Die gängigsten sind das Instant Feedback und die Pulsbefragung.

Instant Feedback und digitales Themenboard

Regelmäßige, kurze Rückmeldung bringt oft mehr als lange Gespräche: Diese Idee steckt hinter Instant Feedback. Apps wie kununu engage bieten verschiedene Feedback-Möglichkeiten, die nur wenige Minuten Zeit am Tag benötigen: Du kannst angeben, wie deine aktuelle Stimmung ist, wie zufrieden du mit deiner Tätigkeit bist oder Ideen vorschlagen, die andere Mitarbeiter bewerten können. So lebt Instant Feedback von der regelmäßigen Beteiligung, die innerhalb von kurzer Zeit ein Stimmungsbild generiert und so auch zur Entwicklung deiner Unternehmenskultur beiträgt – nicht zuletzt, weil Instant Feedback so transparent ist.

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Im digitalen Themenboard kann jeder Mitarbeiter anonym Gefühle, Fragen und andere Themen teilen, mit Kollegen diskutieren und bewerten.

Pulsbefragungen

Kurz, knapp, knackig: Die Puls- oder Checkbefragung ist dafür da, schnell die Meinung vieler über bestimmte Fragestellungen einzuholen. Was analog gern zu langwierigen und ermüdenden Diskussionen führt, lässt sich digital schnell abfrühstücken: Wie bewertet der Vertrieb den Erfolg einer neuen Lösung, wird die angestrebte Kommunikationskultur gelebt, wie kommen neue Service-Strategien beim Kunden an, wie zufrieden sind neue Mitarbeiter mit dem Onboarding-Prozess? Konkrete Fragen zu bestimmten Prozessen und Projekten werden in der Pulsbefragung schnell und eindeutig beantwortet. So lassen sich Trends und Meinungen auf vergleichsweise einfache Weise offen legen.

Du willst mehr über das Thema erfahren? Kein Problem! Hier findest du unseren kompletten Guide zum Thema Feedback?

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kununu engage ist ein HR Feedback-Tool, das dir dabei hilft, ein besserer Arbeitgeber zu werden. Durch kontinuierliches und anonymes Feedback der Mitarbeiter, erhältst du wertvolle Einblicke in die aktuelle Stimmung, und die gelebte Transparenz hilft dabei, eine starke Unternehmenskultur aufzubauen.

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